Autoindustrie

Fiat-Chef Marchionne: Eine Verdoppelung der Gewinne bis 2022 ist möglich

Der Konzernchef von Fiat Chrysler rechnet mit einer Verdoppelung der Gewinne innerhalb von vier Jahren. Zugleich bestätigt Marchionne, sein Amt an der Spitze des italienisch-amerikanischen Autobauers 2019 zurückzugeben.

Fiat Chrysler (FCA) hält eine Verdoppelung der Konzerngewinne bis 2022 für möglich. Dies soll vor allem der Marke Jeep zu verdanken sein, die in fünf Jahren 20 Prozent des globalen SUV-Markts kontrollieren sollte, berichtete FCA-Boss Sergio Marchionne anlässlich des Autosalons in Detroit.

Neue Pläne werden im Juni vorgestellt

In Zukunft will FCA verstärkt in elektrische Autos investieren. Die Hälfte der Fahrzeuge, die bis 2025 weltweit hergestellt werden, werden elektrische Autos sein, erklärte Marchionne. 2020 plant FCA die Produktion des Hybrid-Jeeps Wrangler.

Der neue Entwicklungsplan des Autobauers wird am 1. Juni vorgestellt. 2004 war Marchionne an diesem Tag nach dem Tod des Firmenpatriarchen Umberto Agnelli zum neuen Chef des Fiat-Konzerns ernannt worden.

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Marchionne steigt 2019 aus

Der 65-jährige Marchionne bestätigte, dass er Anfang 2019 nach 15 Jahren die Konzernführung verlassen werde. "Ich bin müde und will etwas anderes machen", sagte Marchionne. Als mögliche Nachfolger werden der Finanzchef von FCA, Richard Palmer, sowie Alfredo Altavilla, Verantwortlicher des Unternehmens in Europa, gehandelt. Marchionne will bis 2021 an der Spitze der Tochter Ferrari bleiben, bei der er als Verwaltungsratspräsident im Einsatz ist.

Nach seinem Rückzug von FCA will Marchionne weiterhin eine Schlüsselposition bei Exor, der börsennotierten Kontrollholding der Unternehmerfamilie Agnelli, bewahren. Bei Exor ist Marchionne derzeit stellvertretender Verwaltungsratspräsident. (apa/red)

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