Zulieferindustrie

Fälschungen in Japan: Angeblich auch Mitsubishi beteiligt

Mitsubishi soll Dichtungen an hunderte Kunden weltweit ausgeliefert haben, die in Flugzeugen oder AKW verbaut sind - mit gefälschten Produktdaten. Falls das zutrifft, würde sich in Japan der Skandal um den Stahlhersteller Kobe Steel stark ausweiten.

Der Skandal um gefälschte Produktdaten in Japan weitet sich einem Zeitungsbericht zufolge aus. Auch eine Sparte von Mitsubishi Materials habe seit Jahren die Angaben zu ihren Produkten gefälscht, berichtete die Wirtschaftszeitung "Nikkei" unter Berufung auf Insider.

Bisher offenbar keine Sicherheitsmängel

Betroffen seien Dichtungen, die an hunderte Kunden ausgeliefert und unter anderem bei Flugzeugen oder Atomkraftwerkzeugen eingebaut wurden. Bisher seien keine Sicherheitsmängel aufgetaucht, hieß es weiter.

Ein Unternehmenssprecher sagte, der Industriekonzern habe selbst Ermittlungen eingeleitet. Auslöser sei der Skandal beim drittgrößten japanischen Stahlkonzern Kobe Steel gewesen, sagte er.

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Kobe hatte zugegeben, über Jahre falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht zu haben. Auch die Autohersteller Nissan und Subaru hatten eingeräumt, bei Sicherheitschecks für Neuwagen gegen Vorschriften des Verkehrsministeriums verstoßen zu haben. (reuters/apa/red)

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