Luftfahrtindustrie

FACC: Das sind die Details zum neuen Werk in Kroatien

Die Oberösterreicher investieren viel Geld für ein neues Werk in Kroatien, um dort Leichtbau-Komponenten aus Faserverbundtechnologie zu bauen. Die Komponenten sind für Passagierkabinen von Verkehrsflugzeugen und Geschäftsflugzeugen geplant. Hier die Details.

Der Flugzeugausstatter FACC investiert rund 30 Mio. Euro in ein neues Fertigungswerk in Kroatien. Baustart soll noch heuer erfolgen und der Betrieb im April 2021 starten.

Die Erweiterung sei "eine strategische Investition", so Firmenchef Robert Machtlinger. Der Standort in Kroatien werde eine "neue und hochmoderne Produktionsstätte" sein. Der Bau auf grüner Wiese ermögliche es, ein Werk nach den Standards von Spitzentechnologie, Automatisierung und Methoden von Industrie 4.0 zu bauen. Weiters dazu: FACC baut ein großes neues Werk in Kroatien >>

Eckdaten zum Standort

Beim genauen Standort hat sich FACC für Jakovlje in der Nähe der Hauptstadt Zagreb entschieden. Die etablierte Industrie Kroatiens, die Nähe zu den Werken in Österreich sowie die hervorragend ausgebildeten, technisch qualifizierten Mitarbeiter seien ausschlaggebend für die Entscheidung für diesen Standort gewesen, teilt der Hersteller mit.

Der Standort soll 12.200 Quadratmeter groß sein und bis März 2021 die Produktion aufnehmen. Nach der vollständigen Inbetriebnahme sollen hier rund 600 Mitarbeiter beschäftigt werden.

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FACC will neue Berufsausbildung vor Ort

Die Entscheidung der Oberösterreicher soll in Kroatien dem Aufbau einer lokalen Zulieferindustrie für die Belieferung der Luftfahrtindustrie dienen. FACC will auch in die Ausbildung des Personals in Kroatien investieren und gemeinsam mit Fachschulen ein duales Ausbildungssystem für Luftfahrtberufe einrichten.

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(red) 

FACC, Kroatien, Avic © FACC

Im Bild von links nach rechts: Stjepan Kožić, Leiter des Zagreb County; Sanja Borovec, Bürgermeisterin von Jakovlje; Darko Horvat, Minister für Wirtschaft, Unternehmen und Gewerbe der Republik Kroatien; FACC CEO Robert Machtlinger; Andrej Plenković, Premierminister der Republik Kroatien; Ruguang Geng, Vorsitzender des FACC-Aufsichtsrats und Zdenko Lucić, Staatssekretär im kroatischen Ministerium für Wirtschaft, Unternehmen und Gewerbe.

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