Luftfahrtzulieferer

FACC bekommt Zusagen für langfristige Kredite

Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC muss wegen der Auswirkungen der Krise seine Finanzplanung neu ordnen. Von den Kernbanken seien nun langfristige Finanzierungszusagen gekommen, so FACC.

Der von der Covid-19-Pandemie geplagte Luftfahrtzulieferer FACC hat sich Rückendeckung von seinen Kreditgebern geholt. Langfristige Finanzierungszusagen mit den Kernbanken seien nun "erfolgreich abgesichert", teilte das Unternehmen mit Sitz in Ried im Innkreis (Oberösterreich) mit. Konkret geht es um einen Konsortialkredit im Volumen von insgesamt 285 Mio. Euro - verteilt auf sieben Geldinstitute -, der entsprechend adaptiert wurde.

Die Coronakrise und die damit erwarteten negativen Auswirkungen auf die Finanz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns hätten eine Anpassung der Vertragsbedingungen des bestehenden Konsortialkredits, der noch bis 29. August 2023 läuft, erfordert.

Die Überprüfung der Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), die im Zuge der Finanzierung normalerweise halbjährlich anfiele, wird nun zweimal ausgesetzt - sowohl Ende Dezember 2020 als auch Ende Juni 2021, wie der Leiter der Abteilung Treasury & Risk Management, Florian Heindl, erklärte. Die nächsten Testzeitpunkte für den "Financial Covenant Net Financial Debt / EBITA" sind dann der 31. Dezember 2021 und der 30. Juni 2022. Für diese Stichtage wurden die Zielwerte angepasst. Erst in zwei Jahren, Ende Dezember 2022, muss die FACC wieder den ursprünglich vereinbarten Wert (kleiner gleich 4,0) erreichen.

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Das im Jahr 2019 begebene Schuldscheindarlehen im Volumen von 70 Mio. Euro sei von den Auswirkungen der Coronakrise - abseits einer 50 Basispunkte-Margenerhöhung ab einem Net Financial Debt/EBITDA-Verhältnis von 3,75 - nicht betroffen.

Finanzvorstand Ales Stárek ist den Angaben zufolge dankbar "für das gezeigte Verständnis und die Flexibilität, die notwendigen Anpassungen vorzunehmen". Das gebe dem Konzern "die notwendige Flexibilität, sich auf das neue - durch das Coronavirus veränderte - Marktumfeld einzustellen" und die Umsetzung der langfristigen Strategien weiterzuverfolgen. (apa/red)