Konjunktur

Exporte in Deutschland stagnierten - Produktion schrumpft

Am Ende des ersten Halbjahres stagnieren die Ausfuhren bei Österreichs wichtigstem Handelspartner, während die Produktion sogar leicht zurückgeht.

Die deutsche Wirtschaft hat am Ende des ersten Halbjahres geschwächelt: Die Exporte stagnierten im Juni, während die Produktion sogar schrumpfte. Die Ausfuhren blieben im Vergleich zum Vormonat unverändert, teilte das Statistische Bundesamt mit. Ökonomen hatten mit einem Rückgang um 0,4 Prozent gerechnet, nachdem es im Vormonat noch ein kräftiges Plus von 1,7 Prozent gegeben hatte.

Chancen auf weiteres Wachstum eingetrübt

Besser liefen die Importe: Sie wuchsen um 1,2 Prozent und damit bereits den dritten Monat in Folge. Industrie, Bau und Versorger stellten im Juni zusammen 0,9 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das deutsche Wirtschaftsministerium mitteilte. Hier hatten Ökonomen mit einem Minus von lediglich 0,5 Prozent gerechnet.

Die Chancen auf ein kräftiges Wachstum in den kommenden Monaten stehen vorerst nicht so gut: Der Industrie brachen die Aufträge zuletzt so stark weg wie seit rund eineinhalb Jahren nicht mehr. Das Neugeschäft schrumpfte im Juni um 4,0 Prozent zum Vormonat.

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Im gesamten zweiten Quartal wuchs die Produktion um 0,4 Prozent. "Die Auftragsbestände von Industrie und Baugewerbe sind weiterhin sehr hoch und das Geschäftsklima liegt trotz Eintrübung noch deutlich im positiven Bereich", erklärte das Ministerium. (reuters/apa/red)