Außenhandel

Expo in Kasachstan: Besondere Chance für Österreichs Unternehmen

Auf der Weltausstellung in Kasachstan wollen Österreichs Unternehmen ihre "fast einzigartige globale Kompetenz" im Bereich der erneuerbaren Energien in den Vordergrund rücken: Die heurige Expo sei für Österreich "wirklich maßgeschneidert".

Dieses Wochenende beginnt die Weltausstellung im kasachischen Astana zum Thema nachhaltige Energieversorgung. Hier habe Österreich eine "fast einzigartige globale Kompetenz", darum sei die Teilnahme an der Expo 2017 klar gewesen, sagte Wirtschaftsminister Harald Mahrer (ÖVP).

Österreich sei führend in der Erzeugung sauberen Stroms im Bereich der Erneuerbaren Energieträger in Europa, "in Summe der gesamten Energieerzeugung sind wir ein Musterland", so der Wirtschaftsminister. Die Expo in Astana sei eine ausgezeichnete Gelegenheit, "die Pfadfinderfunktion weiter auszufüllen".

Österreich könne dort seine Kernkompetenz präsentieren, denn diese Weltausstellung sei "wirklich maßgeschneidert" für Österreich, "es geht ja nicht um irgendwelche Tiefseeprojekte", ergänzte Richard Schenz, Regierungskommissär für die Expo, Vizepräsident der Wirtschaftskammer und Präsident der Österreichisch-Kasachischen Gesellschaft (ÖKG). Österreich könne sich als Hochtechnologieland präsentieren.

White Paper zum Thema

Die Organisatoren erwarten zwei Millionen Besucher, davon rund 300.000 Firmenvertreter und Manager. Die zwei Millionen seien "im Bereich des Greifbaren", sagte Mahrer, noch viel wichtiger für Österreichs Unternehmen seien die Firmenvertreter, und da seien die anpeilten 300.000 Teilnehmer realistisch. Denn am Ende des Tages gehe es bei der Expo um Kontakte und um Abschlüsse, wie viele Touristen aus Asien teilnehmen, sei nicht so entscheidend.

Zusätzlich zum für Österreich spannenden Thema seien auch die Kontakte nach Kasachstan von Bedeutung, so Schenz. Er freue sich, dass die Expo zu diesem Thema "in einem Land stattfindet, das als Zukunftsmarkt im Europäischen Raum gesehen wird". Die Wirtschaftskammer habe "Zentralasien als Fokus sowieso schon mehrere Jahre im Auge". Die Expo solle daher als Plattform dienen, um die Kompetenzen von Österreichs Wirtschaft beim Thema saubere Energie aufzuzeigen und Einsteigern eine Gelegenheit zu bieten, Kasachstan kennenzulernen.

Auch Mahrer verwies darauf, dass sich Kasachstan als Drehscheibe im neuen globalen Investitionsprojekt Chinas, der "neuen Seidenstraße", positionieren will. Neben der spannenden geopolitischen Lage Kasachstans sei auch der absehbare hohe Bedarf an Infrastrukturinvestitionen in dem Land interessant. Mahrer erinnerte aus diesem Anlass an die Idee, die Breitspureisenbahn bis Wien zu verlängern. Er befürworte das Projekt zwar, solange aber Sanktionen über Russland verhängt sind, sei es schwer, Fortschritte zu erzielen. (apa/red)

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