Oberösterreich

Exoskelette: Positive Bewertung nach Tests bei Rosenbauer

Feuerwehrausstatter Rosenbauer und die Supermarktkette Rewe haben an einem Forschungsprojekt der Universäten Linz und Graz teilgenommen und ziehen nun ein pisitives Fazit: Den Ergebnissen zufolge waren mit Exoskeletten zwei Millionen Krankenstandstage vermeidbar.

Symbolbild Exoskelette.

Exoskelette könnten in Zukunft harte körperliche Arbeiten erleichtern. Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Linzer Johannes Kepler Universität und der Technischen Universität Graz haben Mitarbeiter des oberösterreichischen Feuerwehrausstatters Rosenbauer und der Rewe-Gruppe das Hilfsmittel getestet - und man war zufrieden.

Bisher kamen Exoskelette vor allem als hoch entwickelte Hilfsmittel für Querschnittgelähmte und Behindertensportler oder in der Raumfahrt zum Einsatz, bald könnten sie aber auch in der Arbeitswelt eine Rolle spielen. Es gehe darum, Mitarbeiter länger und gesünder im Arbeitsprozess zu halten, betonte Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) bei der Präsentation im Rahmen einer Pressekonferenz.

Im 2017 gestarteten Projekt "EnableMe 50+" wurden u.a. die Krankenstanddaten von rund 9.000 Arbeitnehmern anonymisiert ausgewertet. Fazit: Muskel- und Skeletterkrankungen steigen bei älteren Beschäftigten eklatant an. Ein Exoskelett entlastet bei Beuge- und Hebetätigkeiten und könne laut Studie das Risiko zur Entwicklung dieser Leiden für 62 Prozent der Arbeitsplätze auf ergonomisch unbedenklich Werte reduzieren, rechnete Tanja Spennlingwimmer vom Institut für Arbeitsforschung und Arbeitspolitik vor.

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Das Projekt hat laut den beteiligten Forschern gezeigt, dass der flächendeckende Einsatz von Exoskeletten in der Industrie bundesweit rund zwei Millionen Krankenstandstage vermeiden und die Kosten für Unternehmen und den Staat um eine Milliarde Euro reduzieren könnte. Die Kosten für ein Exoskelett liegen - je nach Modell und Einsatzbereich - zwischen 500 und 6.000 Euro. (apa/red)