Photovoltaik

Existenzbedrohende Klage: Solarworld geht in den USA in Berufung

Der Bonner Hersteller Solarworld hat Berufung gegen ein existenzbedrohendes Urteil in den USA eingelegt. Der Solarkonzern wurde zuvor auf Zahlung von umgerechnet 720 Millionen Euro verklagt.

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Der Bonner Solarkonzern Solarworld hat Berufung gegen ein möglicherweise existenzbedrohendes Schadenersatz-Urteil in den USA eingelegt. In einem Prozess vor einem Gericht im Bundesstaat Michigan hatte der ehemalige Siliziumlieferant Hemlock Solarworld erfolgreich auf Zahlung von umgerechnet mehr als 720 Mio. Euro verklagt.

Dagegen gehe Solarworld wie geplant nun per Berufung vor, sagte ein Sprecher. "n-tv.de" hatte darüber berichtet. Hemlock könne erst nach einem rechtskräftigen Urteil versuchen, Ansprüche in Deutschland durchzusetzen, hieß es. Allein das Berufungsverfahren könne ein Jahr dauern.

"Wir sehen weiterhin kein verändertes Risiko für Solarworld", betonte der Firmensprecher. Man gehe nicht davon aus, dass Hemlock seine Forderungen in Deutschland durchsetzen könne. Der frühere Siliziumlieferant hatte das Bonner Unternehmen wegen nicht erfüllter Abnahmeverträge verklagt. (APA/dpa/red)

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