Analyse

Executive MBA: Was hat's gebracht?

Zehn Industriemanager erzählen, warum sie sich für ein Executive MBA-Programm entschieden haben, was sie dabei erlebten - und ob es sich gelohnt hat.

Führt der Weg zu echten Managementqualitäten zwangsläufig über ein MBA-Studium? Diese Frage stellten wir zehn erfolgreichen Industriemanagern, die diesen Weg gegangen sind. Welche Erfahrungen sie gemacht haben - und auf welche Erfahrungen sie durchaus verzichten hätten können.

"Ich wollte eine Karriere-Decke durchbrechen"

Gerhard "Gery" Nocker: Ohne sein MBA-Studium wäre die Top-Position in China für ihn nicht erreichbar

UNTERNEHMEN: Siemens
POSITION: General Manager Power Generation Service - China
STUDIUM: International Management MBA
ANBIETER: SMBS – University of Salzburg Business School

White Paper zum Thema

Das zweite Kinderzimmer ist zu einer Kommandozentrale umgebaut. Laptop, Monitor, Drucker, Headset, das schnellste verfügbare Internet. Von hier aus erledigt Gery Nocker seine US und Europa Geschäfte. Vorher hat er mit der Familie zu Abend gegessen, die Tochter ins Bett gebracht, nun bespricht er mit Siemens Experten, die über den Globus verteilt sind die Details eines Serviceprojekts. Nocker, gebürtiger Pongauer, ist als General Manager Power Generation Service von Siemens China dafür verantwortlich, dass alle Turbinen, Energiegeneratoren und Kompressoren, die das Unternehmen in dem Land betreibt oder auf Kundenwunsch serviciert, laufen. Dazu sind bisweilen ungewöhnliche Arbeitszeiten nötig. Und ein Arbeitsplatz im unbenutzten zweiten Kinderzimmer. Denn wenn die Kollegen in den europäischen, vor allem aber amerikanischen Fachabteilungen, die Nocker recht häufig kontaktieren muss, ihre Arbeit aufnehmen, legt sich Schanghai gerade schlafen.

Ohne das MBA-Studium, das der heute 47jährige im Juni 2013 abgeschlossen hat, wäre die Top-Position in China für ihn nicht erreichbar. Vom einfachen Elektromonteur hat sich Nocker die Karriereleiter bei Siemens hinaufgearbeitet. Irgendwann standen dann die ersten Leitungspositionen im Raum und im Rahmen des firmeninternen Management-Entwicklungskonzepts auch die Frage, ob Nocker sich noch mehr Verantwortung zutraut. Und einen MBA machen will. Er wollte. Heute führt er von Schanghai aus rund 500 Mitarbeiter. In seiner Masterarbeit hat Nocker übrigens ein für seinen Arbeitgeber sehr spannendes Thema abgehandelt: Wie Energieunternehmen ihr Geschäft in Zeiten der Energiewende neu definieren können.

"Mir war klar, ich benötige theoretischen Background"

© SSI Schäfer

René Wogg: Die Internationalität des Studiums hat "zu einer völlig neuen Sichtweise verholfen, auf die ich in einer rein österreichischen Blase niemals gekommen wäre"

UNTERNEHMEN: SSI Schäfer
POSITION: Head of Business Development and Sales
STUDIUM: Master of Business Administration
ANBIETER: International Business School Austria IBSA

Nach Nürnberg muss René Wogg öfters. Hier hat einer seiner Hauptkunden die Zentrale. Aber auch sonst darf sich der Grazer über mangelnde Reisegelegenheiten nicht beschweren. Für den Industrielogistik-Spezialisten SSI Schäfer betreut er als Head of Business Developmemt and Sales in der Business Unit Mechatronics Key-Account-Kunden. Als Jugendlicher ein technikbegeisterter HAK-Abgänger hat sich Wogg über die vielen Jahre seiner Berufstätigkeit immer stärker dem Sales-Bereich zugewandt.

"Als ich darüber nachdachte, dass ich in Zukunft gern neue Aufgaben und mehr an Verantwortung übernehmen möchte, ist mir ziemlich schnell klar geworden, dass ich dazu auch mehr an theoretisch fundiertem Background brauche", erzählt er. "Das war der Punkt, an dem ich mit einem MBA zu liebäugeln begonnen habe." Als Anbieter wählt Wogg letztlich die International Business School Austria, eine Entscheidung, die er bewusst wegen der internationalen Ausrichtung der IBSA trifft. Und die er nicht bereut. Denn neben den fachlich als absolute Experten ausgewiesenen Professoren begeistert Wogg die Tatsache, dass sein Studium auch von den Teilnehmern her sehr international ist: Russen, Amerikaner, Kroaten. "Mir haben diese Kollegen bei manchen Themen zu einer völlig neuen Sichtweise verholfen, auf die ich in einer rein österreichischen Blase niemals gekommen wäre". Nachsatz: "Auch auf der emotionalen Ebene hilft ein solcher Austausch. Ich denke, dass ich heute feinfühliger bin als vor dem MBA."

"Ich habe die Ausbildung in der Freizeit und auf eigene Kosten gemacht"

© KRAUS Andreas

Eva Wanzenböck: Auch vier Jahre nach ihrem Abschluss bekommt die Niederösterreicherin leuchtende Augen, wenn sie von den für sie besten Momenten im MBA-Studium erzählt

UNTERNEHMEN: Romer Labs Division Holding GmbH
POSITION: Geschäftsführerin
STUDIUM: Master of Business Administration
ANBIETER: Donau Uni Krems

Manchmal arbeitet Eva Wanzenböck lieber im Stillen. Als sich die promovierte Molekularbiologin dazu entschließt, noch einen Titel drauf zu legen und auf der Donau Universität Krems den Executive MBA zu machen, behält sie das vorerst für sich und zieht das Programm in ihrer Freizeit und auf eigene Kosten durch. Zu diesem Zeitpunkt ist sie bei Romer Labs Diagnostic, einer regionalen Business Unit der Romer Labs und Teil der ERBER Group bereits Geschäftsführerin und für Europa verantwortlich. "Ich wollte nicht, dass jemand womöglich auf die Idee kommt, ich würde mich nicht voll für das Unternehmen engagieren, weil ich ja nebenbei studiere."

Geschadet hat der Einsatz der Karriere nicht. Inzwischen ist Wanzenböck zur Geschäftsführerin der Romer Labs Division Holding aufgestiegen. Für den Aufstieg, sagt sie, war der MBA nicht entscheidend, doch das, was sie dort gelernt hat, könne sie in ihrer Position immer wieder gut nutzen. Auch vier Jahre nach ihrem Abschluss bekommt die Niederösterreicherin leuchtende Augen, wenn sie von den für sie besten Momenten im MBA-Studium erzählt: umfangreiche Case-Studies, wo berühmte Businessfälle darauf untersuchten wurden, warum sie zu einem Erfolg wurden bzw. woran sie scheiterten.

Als Geschäftsführerin eines international tätigen Unternehmens profitiert Wanzenböck aber auch davon, dass sie heute Kennzahlen in ihrer Tiefe analysieren kann. Und schließlich mag sie das Leadership-Modul nicht missen, das zwar sehr fordernd war, in dem man jedoch viel über sich selbst lernte und erfahren durfte, wie man von anderen gesehen wird.

"Ich wusste, ich muss in Bewegung bleiben"

© Pankl

Bernd Kögler: "Ich halte einen in sich geschlossenen Lehrplan für deutlich sinnvoller als einmal da und einmal dort Einzelseminare zu besuchen."

UNTERNEHMEN: Pankl Engine Systems
POSITION: Operations Manager
STUDIUM: Professional MBA Automotive Industry
ANBIETER: TU Wien

Shopfloor-Management und Strategiefragen. Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich der Job, den Bernd Kögler als Operations Manager und technischer Leiter Serienfertigung bei Pankl Engine Systems macht. Allmählich verschiebt sich das Gewicht aber in Richtung Strategie. Im Moment etwa denkt Kögler über den Aufbau einer unternehmensinternen Fortbildungsakademie nach.

Nicht stehen zu bleiben, bei dem, was man irgendwann einmal gelernt hat, sei ihm eben wichtig, sagt Kögler zu diesem Vorhaben. Angefangen hat er allerdings zunächst einmal bei sich selbst und sich nach einem MBA umzusehen begonnen, der sein inzwischen auch schon eine Weile zurückliegendes Maschinenbau-Studium sowohl auffrischen als auch ergänzen könnte: "Es ging mir nicht um noch einen Titel als Maßnahme zur Selbstvermarktung, sondern um etwas, was mir in der Zukunft helfen kann." Fündig geworden ist Kögler letztlich auf der TU Wien, die einen Professional MBA Automotive Industry anbietet. Den wählte er aus, weil er hier eine gute Mischung fand: alle Themen, die für das moderne Management von Bedeutung sind, diese aber unter dem Blickwinkel der eigenen Branche betrachtet. Inzwischen empfiehlt er das Studium auch an seine Kollegen weiter: "Ich halte einen in sich geschlossenen Lehrplan für deutlich sinnvoller als einmal da und einmal dort Einzelseminare zu besuchen."

"Ich suchte nach Fähigkeiten abseits der inkrementellen Innovation"

© B&R

Reinhard Achatz: “Ein solches Studium ist auch ein perfektes Mittel, um zu verhindern, dass man betriebsblind wird."

UNTERNEHMEN: B&R Industrial Automation
POSITION: Manager IT Infrastructure & Operating
STUDIUM: Global Management MBA
ANBIETER: SMBS – University of Salzburg Business School

Manche IT-Spezialisten haben den Ruf, vor lauter Hingabe ans Detail das Gesamtbild aus den Augen zu verlieren. Bei Reinhard Achatz war diese Gefahr nicht gegeben. Wohl gab es auch bei ihm direkt nach dem Berufseinstieg eine Phase, in der ihn in erster Linie die technischen Fragen interessierten: "Ich bin dann allerdings recht bald darauf gekommen, dass meine Stärken nicht unbedingt in den allerletzten technischen Feinheiten liegen, sondern eher im Gesamtüberblick", erzählt er. Was in der Folge seine weitere Karriere ziemlich nachhaltig prägen sollte. Heute ist er in seiner Funktion als Manager IT Infrastructure & Operating dafür verantwortlich, dass die globale IT-Infrastruktur des Weltmarktplayers B&R Industrial Automation funktioniert. Ein ziemlicher Generalistenjob, der aber dennoch recht tief in die Fertigung hineinreicht, insbesondere wenn es um die Bereitstellung von IT-Infrastruktur für Industrie-4.0-basierte Lösungen geht.

Das Wissen, um ihn gut machen zu können, verdankt Kögler nicht zuletzt dem Global Management MBA, den er im Herbst 2017 auf der Universität Salzburg abschloss. "Dass dieses Studium sehr stark auf eine globale Sichtweise abzielt, war für mich ein sehr wichtiger Punkt", sagt Achatz. Und er fügt hinzu, dass das Studium neben punktuellem Wissen ihm vor allem eines gebracht hat: einen frischen Blick darauf, was er tut. "Wenn man mit Kollegen, die aus den verschiedensten Branchen kommen, zwei Jahre lang intensiv zusammenarbeitet, ist das ja fast unvermeidlich. Abgesehen von allen anderen Benefits ist ein solches Studium daher auch ein perfektes Mittel, um zu verhindern, dass man betriebsblind wird."

"Mir ging es nicht nur um Fachkompetenz"

© KANIZAJ 2018

Erwin Zarfl: „Ich konnte endlich mein praktisches Know-how mit breitem Hintergrundwissen anreichern."

UNTERNEHMEN: AT&S
POSITION: Director Human Resources Global
STUDIUM: MBA in Human Resource Management
ANBIETER: Karl-Franzens-Universität Graz, UNI for LIFE

Als Erwin Zarfl seinen MBA abschließt, befindet sich das Unternehmen, für das er damals arbeitet, in einer absolut heißen Phase: die Baumaxgruppe wird gerade abgewickelt. Zarfl ist als Personalentwickler dabei und hat in dieser Zeit sehr viel mit Rechtsfragen zu tun – etwas, das auch in seinem MBA-Studium immer wieder vorkommt. Als Baumax dann verkauft ist und die dazugehörigen Personalpläne feststehen, gibt es auch für Zarfl die Option, bei einem der Übernehmer als Personalverantwortlicher weiterzumachen.

Letztlich landet er aber bei dem steirischen Leiterplatten-Giganten AT&S, wo er als HR-Verantwortlicher für Österreich einsteigt und inzwischen Director Human Resources Global ist, der weltweite Personalchef. In dieser Position sorgt er für die Koordination und Kooperation der HR-Abteilungen in den einzelnen Ländern, in denen AT&S tätig ist. Und natürlich ist er in besonders wichtige Personalentscheidungen persönlich eingebunden beziehungsweise auch Sparingpartner für das Management, wenn es um strategische Fragen im HR-Bereich geht. Das Wissen, um diesen Job zu machen, hätte er möglicherweise auch ohne den MBA gehabt. "Was für mich aber sehr hilfreich war: Ich konnte endlich mein praktisches Know-how mit breitem Hintergrundwissen anreichern." Außerdem sei ihm während des Studiums noch einmal sehr klar geworden, wie wichtig neben der Fachkompetenz gute Beziehungsarbeit ist. Nicht nur in seinem, sondern praktisch in jedem Job.

"Wie schärfe ich meinen Blick für strategische Fragen?"

© privat

Ana-Maria Calfa schätzt den Fokus für strategische Fragen an ihrem Studium besonders

UNTERNEHMEN: Infineon Technologies Austria
POSITION: Senior System Project Leader Chip Card & Security
STUDIUM: Master of Business Administration
ANBIETER: International Business School Austria IBSA

Das MBA-Studium von Ana-Maria Calfa sponsert die Kleine Zeitung. Schon lange bevor das steirische Blatt ein Vollstipendium für das MBA-Programm der International Business School Austria IBSA ausgeschrieben hat, war Calfa auf der Suche nach einem passenden MBA-Curriculum. Nach einem Studium von Elektronik und Telekommunikation in Bukarest, arbeitet Calfa zuerst bei Infineon in Rumänien. Nach ihrem Doktorstudium, das sie zum Teil in den Niederlanden absolviert, wechselt sie zu Infineon Austria nach Graz, wo sie als Senior System Project Leader Chip Card & Security in der Projektleitung tätig ist.

Das von der Zeitung gesponserte Stipendium, das sie als beste Bewerberin gewinnen konnte – für den Zweiten gab es übrigens als Trostpreis ein Teilstipendium – ist für Calfa eine optimale Gelegenheit, noch mehr in die Managementwelt hineinzuwachsen. Dieser Tage steht der Abschluss des Studiums mit einem zweiwöchigen Block bei der California Lutheran University an, der Partnerorganisation der in Graz ansässigen IBSA.

"Früher war ich vor allem Technikerin", sagt Calfa. "Seit dem MBA habe ich viel stärker den Blick dafür bekommen, dass es nicht nur darum geht, dem Kunden die technisch beste Lösung anzubieten, sondern dass diese Lösung auch in sein Businesskonzept passen muss." Diesen Fokus für strategische Fragen schätzt Calfa an ihrem Studium besonders. Und auch dass sie im Laufe ihrer Zeit auf der IBSA Zugang zu vielen eher technikfernen Fragen wie Marketing oder Finanzen gewonnen hat.

Von der Börse zur Infrastruktur

© privat

Stephan Schuster: "Das Studium an der WU Executive Academy war auch eine hervorragende Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen"

UNTERNEHMEN: Royal BAM Group
POSITION: Finance Manager (Project Finance)
STUDIUM: MBA Finance
ANBIETER: WU Executive Academy

Mit sechzehn eine Banklehre gemacht und das Finanzgeschäft von Grund auf kennengelernt, später BWL in Deutschland, Österreich, den USA und Estland studiert, um schließlich bei der Raiffeisen Bank International als Product Manager und später als Restructuring Manager Großprojekte zu betreuen – der Weg von Stephan Schuster war von Anfang an konsequent. In seiner bei Raiffeisen vertieft sich Schusters Faszination für Immobilien und Real Assets weiter. Und führt ihn schließlich in Richtung Infrastrukturprojekte. Während seines MBA Finance an der WU Executive Academy, den er ganz bewusst als einen persönlichen Karriere-Booster plant, arbeitet er interimistisch in München bei einem Projektentwickler und institutionellen Immobilieninvestor.

Nach der MBA-Graduierung ist der Weiterweg bereits vorgezeichnet und vorbereitet: Im Oktober 2017 schließt Schuster ab, im November beginnt er als Finance Manager bei der niederländischen Royal BAM Group, einem führenden paneuropäischen Baukonzern, der in Österreich unter anderem beim Ausbau der U2 in Wien aktiv war. "Das Studium an der WU Executive Academy hat mir geholfen, mich generalistisch aufzustellen und über den Tellerrand zu schauen. Und es war auch eine hervorragende Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen", sagt Schuster heute.

"Ich wollte mein praktisches Wissen mit dem aktuellen Stand abgleichen"

© Herold Business Data

Uwe Stadelbauer: "Mein erstes Studium habe ich 1988 abgeschlossen. Seit dem ist die Welt ja nicht stehengeblieben. Ich war daher neugierig, mein praktisches Wissen mit dem aktuellen theoretischen Stand abzugleichen."

UNTERNEHMEN: Herold Business Data
POSITION: Geschäftsleiter, COO und Direktor Human Resources
STUDIUM: Global Executive MBA
ANBIETER: LIMAK Austrian Business School

Lange Zeit ist Herold Business Data für Uwe Stadelbauer, den selbständigen Berater, nur ein Kunde. Doch eines Tages kommt man mit einem Jobangebot auf ihn zu: Ob er die Geschäftsführung des Tochterunternehmens Clear Sense übernehmen wolle, das damals als Speerspitze der digitalen Transformation von Herold akquiriert wurde. Als diese Phase abgeschlossen ist, wird Clear Sense in die Mutter integriert. Auch diesen Prozess begleitet Stadelbauer, bis er schließlich – wir schreiben inzwischen das Jahr 2013 – zum Geschäftsleiter, COO und Direktor Human Resources von Herold Business Data bestellt wird.

Als Stadelbauer 2015 sein Studium Global Executive MBA an der LIMAK Austrian Business School beginnt, macht er das nicht, weil er sich Aufstieg erhofft. Dass er seine Sache kann hat er ja bereits hinlänglich bewiesen und ist schon vor dem Studium im Top-Management angekommen. Es treibt ihn etwas anderes an: "Mein erstes Studium habe ich 1988 abgeschlossen. Seit dem ist die Welt ja nicht stehengeblieben. Ich war daher neugierig, mein praktisches Wissen mit dem aktuellen theoretischen Stand abzugleichen." Stadelbauers Fazit nach der Graduierung: "Es hat sich ausgezahlt. Der Horizont erweitert sich." Was ihm an der LIMAK ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist der relativ große Anteil an Präsenzunterricht. "Das ganze primär als Fernstudium zu absolvieren, hätte ich nicht geschafft, davon hätte mich mein Tagesgeschäft zu sehr abgehalten."

"Strukturierte betriebswirtschaftliche Ausimageung nachholen"

© privat

Andreas Kostelecky: "Das Studium in Kufstein ist markenunabhängig, das hat mich sehr gereizt"

UNTERNEHMEN: Denzel Autoimport GmbH/Mitsubishi
POSITION: Geschäftsführer
STUDIUM: Executive MBA Fokus Automotive
ANBIETER: Kufstein Tirol International Business School

Seinen Job hat Andreas Kostelecky wirklich von der Pieke auf gelernt. Nach der Matura und einem kurzen Zwischenstopp bei einer Bank ("War nicht ganz meine Welt") beginnt er als Verkäufer in einem Wiener Autohaus. Alle paar Jahre wird die Position, in der man Kostelecky einsetzt höher. Ab und zu wechselt er, wie das in der Branche üblich ist, die Marke. Bis er mit 44, wir schreiben das Jahr 2010, Vertriebsdirektor bei Mitsubishi wird. Einen Schritt nach oben gibt es noch: den Aufstieg zum Geschäftsführer. Den macht Kostolecky im Jahr 2015. Auf dem Weg dorthin liegt aber Kufstein bzw. etwas genauer formuliert: das an der FH Kufstein angebotene Studium Executive MBA Fokus Automotive.

"Es gab letztlich drei Gründe, warum ich mich dafür entschlossen habe", sagt Kostelecky. "Erstens sind auch in unserer Branche inzwischen immer mehr Geschäftsführer Akademiker. Die beiden anderen Gründe waren für mich aber wichtiger: als AHS-Abgänger hatte ich nie eine strukturierte betriebswirtschaftliche Ausbildung bekommen. Ich wollte daher all das, was ich mir im Laufe meines bisherigen Berufslebens angeeignet habe, etwas systematisieren. Außerdem ist das Studium in Kufstein markenunabhängig, das hat mich sehr gereizt." Denn üblicherweise, erzählt Kostelecky wird Ausbildung im Automobilsektor sehr stark markenorientiert betrieben. "In Kufstein konnte ich auch von und mit Kollegen aus anderen Häusern lernen. Das war sehr bereichernd."

Das gesamte MBA-Ranking finden Sie hier.

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