Personalia

Ex-Fiat-Spitzenmanager Altavilla übernimmt Alitalia-Führung

Die italienische Regierung hat den ehemaligen Fiat-Chrysler-Spitzenmanager Alfredo Altavilla zum Präsidenten von ITA (Italia Trasporto Aereo) ernannt, der Gesellschaft unter mehrheitlich staatlicher Beteiligung, die die Alitalia übernehmen soll.

Der 58-jährige Altavilla war von 2012 bis 2018 Europa-Chef des Autobauers Fiat-Chrysler, den er nach dem Tod des CEO Sergio Marchionne verlassen hatte.

Altavilla galt als Favorit im Rennen um die Nachfolge Marchionnes an der Spitze von Fiat Chrysler. Er wurde jedoch vom Briten Mike Manley, Chef der Marke Jeep, ausgebremst. Danach verließ er den Autobauer, der nach der Fusion mit der Peugeot-Gruppe Stellantis heißt.

Als ITA-Chef steht Altavilla vor keiner einfachen Aufgabe. Die italienische Regierung will für die krisengeschüttelte Alitalia einen internationalen Partner finden. Als mögliche Interessenten für eine Allianz mit der italienischen Fluggesellschaft kommen Insidern zufolge Delta und die AUA-Mutter Lufthansa infrage. Die Alitalia könne mit Low-cost-Gesellschaften nicht konkurrieren und müsse auf internationaler Ebene Synergien aufbauen, heißt es in Rom.

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Zuletzt hatte Alitalia aus Liquiditätsproblemen immer wieder Probleme, die Gehälter der Mitarbeiter zu zahlen. Am heutigen Freitag trat die Alitalia-Belegschaft in einen vierstündigen Streik. Sie protestierte damit gegen die unsicheren Perspektiven der Fluggesellschaft. (apa/red)