Ex-Chef der Deutschen Telekom soll Chefaufseher bei Airbus werden

Berichten zufolge könnte an der Spitze des Aufsichtsrats bei Airbus der deutsche Manager Rene Obermann auf den Franzosen Denis Ranque folgen.

Der frühere Chef der Deutschen Telekom, Rene Obermann, gilt einem Medienbericht zufolge als Favorit für das Amt des Verwaltungsratsvorsitzenden beim europäischen Flugzeughersteller Airbus. Dies berichtete das "Handelsblatt" und berief sich dabei auf Regierungs- und Diplomatenkreise. Obermann soll demnach dem Franzosen Denis Ranque als Oberaufseher nachfolgen.

Noch kein endgültiger Beschluss erfolgt

Allerdings gebe es noch keinen formalen Beschluss über die Besetzung des Postens. Deutschland und Frankreich, mit jeweils 11,1 Prozent die Hauptaktionäre bei Airbus, teilen die Führungspositionen traditionell untereinander auf.

Da der derzeit amtierende deutsche Vorstandsvorsitzende Tom Enders im Frühjahr 2019 seinen Posten wahrscheinlich für einen Franzosen räumt, ist der Weg für Obermann an die Spitze des Kontrollgremiums frei, wie das "Handelsblatt" weiter berichtete. Airbus und Obermann hätten sich dazu jedoch nicht geäußert.

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Zur Person Obermann

Heute ist der 55-jährige Obermann Chef des Private-Equity-Unternehmens Warburg Pincus und sitzt unter anderem im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp. Bereits vor einem Monat hatte Airbus bekannt gegeben, dass Obermann Mitglied des Verwaltungsrats werden soll. Der Konzern werde Obermann auf der Hauptversammlung am 11. April vorschlagen.