EVN-Boss Hofer: "Bauen Anteil erneuerbarer Energien aus"

Der Mehrheitsaktionär - die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH - stehe hinter dem Unternehmen, stellte EVN-Generaldirektor Burkhard Hofer im Zusammenhang mit der bevorstehenden Kapitalerhöhung fest. Er bezeichnete am Donnerstag die "Steigerung der Produktion aus erneuerbaren Energien" als neuen Schwerpunkt.

Hofer wies darauf hin, dass seitens des Versorgers derzeit ein Drittel der Energie aus erneuerbaren Energien komme. Das seien 1,5 Terawattstunden. Dieser Anteil soll bis 2020 verdreifacht werden. Investiert werde "vornehmlich in Wasser- und Windkraft in Niederösterreich". Pröll sprach von 800 Mio. Euro, die in den kommenden fünf bis acht Jahren fließen würden. "Energiepolitisches Ziel" des Landes sei es, ebenfalls bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtbedarf auf 50 Prozent zu erhöhen, erinnerte der Landeshauptmann. Niederösterreich wolle auch "unabhängiger von der internationalen Energieversorgung" werden.

Inlandswidmung

Von den 800 Mio. Euro, die "ausschließlich inländischen Projekten gewidmet" seien, sollen 600 Mio. in die Wasserkraft und 200 Mio. Euro in die Windkraft fließen, so Hofer. Durch die Kapitalerhöhung werde die EVN "Ziele rascher umsetzen" können. Bei der Wasserkraft gehe es in erster Linie um die Revitalisierung von Kleinwerken. Neue Projekte seien geplant, "wenn es die Rahmenbedingungen" zulassen. Konkrete Vorhaben gibt es laut Hofer an der Ybbs, Erlauf und am Kamp. Die derzeit 120 Megawatt aus der Windkraft sollen um 150 Megawatt erhöht und somit "mehr als verdoppelt" werden. (APA/red)

Verwandte tecfindr-Einträge