EVN bei "Smart Meter" auf der Bremse: "Kunden wollen das nicht"

Bei den neuen "intelligenten Stromzählern" steht der niederösterreichische Energieversorger EVN auf der Bremse. Die Kunden wollten die neuen Geräte nämlich nicht, außerdem fehle noch ein einheitlicher Standard, sagte Vorstandssprecher Peter Layr am Donnerstag auf der Gewinn-Messe in Wien. Die EU verlangt bis 2020 eine 80-prozentige Verbreitung von "Smart Metering".

Erst müsse es für "Smart Meter" zumindest ein Mindestmaß einer europäischen Standardisierung geben, damit sich kostengünstig größere Stückzahlen herstellen lassen. In den nächsten zwei, drei Jahrzehnten werde die jetzige Zählertechnologie abgelöst werden, soviel sei klar. Die Anschaffung eines "Smart Meter" sei aber die Entscheidung der Verbraucher: "Der Kunde muss entscheiden, ob er das haben will oder nicht, dass Geräte von Dritten ferngesteuert werden." Laut Umfragen wollten das die Kunden nicht.

Durch die vor rund einem Jahrzehnt erfolgte Liberalisierung der Energiemärkte habe die EVN unterm Strich netto gewonnen. "Wir haben bei Strom und Gas mehr Absatz dazugewonnen als an die Konkurrenten verloren", sagte Layr. Insgesamt zählt EVN 3,5 bis 3,6 Millionen Kunden, davon über eine Million in Österreich und Deutschland. (APA/red)

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