Autohandel

Europas Autoverband ACEA erwartet für heuer das erste Absatzminus seit 2013

Europas Autoverband ACEA rechnet für heuer mit zwei Prozent weniger verkauften Neuwagen. Der Chef von Fiat Chrysler meint dazu: "Genau jetzt, wo unsere Industrie massiv die Investitionen in Null-Emissionsfahrzeuge hochfährt, schrumpft der Markt - weltweit."

Der europäische Automobilverband ACEA rechnet für dieses Jahr mit zwei Prozent weniger verkauften Neuwagen als im abgelaufenen Jahr. Das wäre das erste Absatzminus seit 2013. Voriges Jahr stieg die Zahl der Neuzulassungen EU-weit um 1,2 Prozent auf gut 15,3 Millionen Stück.

"Genau jetzt, wo unsere Industrie massiv die Investitionen in Null-Emissionsfahrzeuge hochfährt, schrumpft der Markt - nicht nur in der EU, sondern weltweit", sagte der ACEA-Präsident, FiatChrysler-Chef Michael Manley. Angesichts des schrumpfenden Marktes müssten die Rahmenbedingungen für den Weg hin zu umweltfreundlicheren Fahrzeugen stimmen.

Die Politik dürfe keine Antriebsart vorschreiben oder verbieten. Für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben müssten EU-weit ausreichend Ladestationen und Tankstellen geschaffen werden.

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Das Ziel eines kohledioxidneutralen Straßenverkehrs könne bis zum Jahr 2050 erreicht werden, sagte Manley. Der Verbandspräsident stellte einen Zehn-Punkte-Plan zur Umsetzung des sogenannten European Green Deal vor, mit dem die 16 größten Autohersteller darlegen, wie sie die CO2-Emissionen möglichst wirkungsvoll senken wollen. (reuters/dpa/apa/red)

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