Stihl

Eurokrise und langer Winter hemmen Wachstum

Die flauen Konjunkturaussichten im Euro-Raum und der lange Winter haben den deutschen Motorsägenhersteller Stihl in diesem Jahr ausgebremst.

Stihl Maschinenbau Bertram Kandziora

Dennoch sieht Stihl-Chef Bertram Kandziora sein Unternehmen auf dem Weg zu seinen Zielen. "Wir setzen unseren Wachstumskurs weiter fort - trotz ungünstiger Witterung und gedämpfter Konsumstimmung im Euro-Raum", sagte Kandziora am Dienstag in Waiblingen bei Stuttgart. "2013 wird für uns ein neues Rekordjahr."

Doch das Umsatzplus fiel auch wegen Währungsschwankungen bisher deutlich niedriger aus als im Vorjahr: In den ersten acht Monaten stieg der Umsatz des Weltmarktführers lediglich 1,1 Prozent auf 1,99 Milliarden Euro - nach sechs Prozent Plus im Jahr 2012. Bei stabilen Wechselkursen wäre der Umsatz um 4,1 Prozent gewachsen.

Wegen des langen Winters auf der Nordhalbkugel habe das Frühjahrsgeschäft in vielen Märkten später begonnen. Die Witterung lähmte die Nachfrage in wichtigen Märkten wie den USA, Russland und weiten Teilen Europas. In Australien dämpfte eine ausgeprägte Trockenheit die Nachfrage nach Stihls Motorsägen, Heckenscheren und Reinigungsgeräten.

Sparanstrengungen und die Schuldenkrise bremsten öffentliche Ausgaben und privaten Konsum im Euroraum. Hinzu kamen Einschränkungen beim Import in Argentinien und Venezuela. Stihl erwirtschaftet fast 90 Prozent seiner Erlöse im Ausland.

Das Absatzplus liege aber nach wie vor im Planungskorridor von Stihl, sagte ein Firmensprecher. Auch die Zahl der Beschäftigten stieg um 4,3 Prozent auf 12.865. Der Gewinn sei "zufriedenstellend" ausgefallen, sagte der Sprecher. Genauere Angaben zum Ergebnis macht Stihl üblicherweise nicht. (APA/dpa)