Eurofighter

Eurofighter: Angeblicher Kontakt von Darabos-Berater mit Eurofighter

Offenbar gab es eine Korrespondenz zwischen dem Rechtsberater des damaligen Verteidigungsministers Norbert Darabos und einem Rechtsberater von Eurofighter, die nun den Betrugsverdacht stärken sollen.

Die "Kronen Zeitung" berichtet am Samstag von weiteren E-Mails, die den Betrugsverdacht um den Eurofighter-Ankauf erhärten sollen. Demnach soll der Rechtsberater des damaligen Verteidigungsministers Norbert Darabos (SPÖ), Helmut Koziol, mit dem Rechtsberater der Firma Eurofighter, Meinhard Lukas, in einem Mail-Verkehr gestanden sein.

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Konkret berichtet die "Kronen-Zeitung" von einem E-Mail vom 10. Juli 2007 (15.20 Uhr), in dem Koziol seinen "Presse"-Gastkommentar über den neuen, von Darabos ausgehandelten Vertrag, von Lukas lesen und absegnen habe lassen. Weitere Gastkommentare von Koziol hätten die Eurofighter-Manager untersagt. "Wir sollten nichts dazu beitragen, dass dieses Thema weiter in der Öffentlichkeit diskutiert wird", heißt es in einem weiteren E-Mail des Head of Legal Affairs vom 10. Juli 2007 (15.43 Uhr).

White Paper zum Thema

Zuvor hatte die "Kronen-Zeitung" von firmeninternen E-Mails des Eurofighter-Herstellers berichtet, die untermauern sollen, dass Eurofighter im Frühjahr 2007 eine Vertragsveränderung anstrebte, weil der Hersteller die ursprünglich bestellten 18 Jets der besser aufrüstbaren Tranche nicht rechtzeitig liefern habe können. Konkret habe der "Chef-Testpilot" des Kampfflugzeug-Herstellers im April 2007 dem EADS-Militärflugzeuge-Leiter Johann Heizmann über ein aktuelles Treffen mit den "Ösis" per E-Mail berichtet. (APA/red)