Wirtschaftspolitik

EU verlängert Sanktionen gegen Russland um sechs Monate

Die EU hat ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise um ein weiteres halbes Jahr verlängert. Sie blieben damit bis zum 31. Jänner 2021 weiter in Kraft, teilte der EU-Rat der Mitgliedstaaten mit.

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Die EU hat ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise um ein weiteres halbes Jahr verlängert. Sie blieben damit bis zum 31. Jänner 2021 weiter in Kraft, teilte der EU-Rat der Mitgliedstaaten mit.

Die EU hatte die Sanktionen nach dem Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 über der Ukraine im Juli 2014 verhängt. Sie richten sich gegen russische Staatsbanken, den Im- und Export von Rüstungsgütern sowie die Öl- und Gasindustrie.

Der Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs hatte die Verlängerung am 19. Juni gebilligt. Die eigentliche Entscheidung muss aber noch durch den EU-Ministerrat getroffen werden, was nun erfolgte. Grund für die weitere Verlängerung sind fehlende Fortschritte bei der Umsetzung der Minsker Abkommen für einen Frieden in der Ukraine.

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In der Ost-Ukraine herrscht seit 2014 Krieg. Russland unterstützt in dem Konflikt die prorussischen Separatisten, die in Luhansk und Donezk sogenannte Volksrepubliken ausgerufen haben. Mehr als 13.000 Menschen wurden in dem Konflikt bereits getötet. (afp/apa/red)