Schifffahrt

EU-Umweltausschuss will Schifffahrt in CO2-Handel aufnehmen

Der Umweltausschuss des EU-Parlaments will im Kampf gegen den Klimawandel den Schiffsverkehr in den Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten aufnehmen.

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Der Umweltausschuss des EU-Parlaments will im Kampf gegen den Klimawandel den Schiffsverkehr in den Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten aufnehmen. Das Gremium beschloss, dass damit die Emissionen der Schiffe um mindestens 40 Prozent gegenüber 2018 bis 2030 reduziert werden müssen. Dies geht über Pläne der EU-Kommission hinaus.

Das gesamte Parlament will sich mit dem Vorhaben im September befassen. Danach müssen sich Parlamentarier, EU-Kommission und Mitgliedsstaaten noch verständigen.

Die Reedereien sind bisher nicht am Emissionshandel beteiligt, der als wichtigstes Klimaschutzinstrument der EU gilt. Kraftwerke, Industrie und auch Fluglinien haben danach ein bestimmtes Budget an CO2-Verschmutzungsrechten, das über die Jahre verknappt wird. Wer klimafreundlich produziert, kann überschüssige Rechte über die Börse verkaufen. Umgekehrt müssen andere Unternehmen zusätzliche Zertifikate kaufen. Von der EU-Kommission ist geplant, dass die Schifffahrt ab 2021 in das System aufgenommen wird. (reuters/apa/red)