Chemische Industrie

EU-Kommission verlängert Prüffrist für Monsanto-Übernahme durch Bayer

Der Zusammenschluss der beiden Agrarkonzerne verzögert sich erneut. Für die Wettbewerbshüter sind noch einige Fragen offen.

Ursprünglich wollte Bayer bis Ende 2017 die Genehmigung in Händen halten. Die EU-Kommission will den Deal jedoch genauer prüfen. 

Die EU-Wettbewerbshüter haben die Prüfung der milliardenschweren Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto durch Bayer zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage verlängert. Die Prüffrist dauere nun bis zum 5. April, teilte die EU-Kommission am Montag mit. Die Wettbewerbshüter hatten erst Ende Jänner die Prüffrist bis zum 12. März ausgedehnt.

Ein Bayer-Sprecher erklärte, der Konzern habe der EU-Kommission "umfangreiche" Zusagen unterbreitet. Bayer sei "zuversichtlich, damit die Bedenken der Europäischen Kommission vollständig ausräumen zu können." Um welche Zugeständnisse es sich dabei konkret handelt, gab das deutsche Unternehmen nicht bekannt.

Der deutsche Großkonzern hatte den Antrag auf Genehmigung der Monsanto-Übernahme Ende Juni des Vorjahres bei der EU-Wettbewerbsbehörde eingereicht. Seither wird die Prüffrist immer wieder verlängert. Bislang reagierte der Leverkusener Konzern gelassen. Man habe das aufgrund der Größe und des Umfangs des Deals erwartet, heißt es dazu aus dem Unternehmen. Neben der Prüfung in den USA gilt die in Brüssel als die größte Hürde für das 66 Milliarden US-Dollar-Geschäft. Um kartellrechtliche Auflagen zu erfüllen, startete Bayer Anfang Jänner den Verkauf von Konzernteilen in den USA. (apa, red)