Welthandel

EU-Kommission: Freihandelsabkommen mit China ist denkbar

Die Europäische Union kann sich auf längere Sicht einen Freihandelspakt mit China vorstellen. Dazu notwendig seien jedoch Reformen für gleiche Wettbewerbsbedingungen. Auch müsse zunächst das geplante Investitionsabkommen vereinbart werden.

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Die Europäische Union kann sich auf längere Sicht einen Freihandelspakt mit China vorstellen. Dafür müsse jedoch zuerst das geplante Investitionsabkommen vereinbart werden, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit Hinweis auf ihre neue China-Strategie mit.

Zudem fordert Brüssel von Peking Reformen, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für einheimische und ausländische Unternehmen zu schaffen. "In diesem Zusammenhang muss China für einen beträchtlichen, an Fristen gebundenen und nachprüfbaren Abbau der Überkapazitäten in der Industrie, insbesondere im Stahlsektor, sorgen (...)", so die EU-Behörde.

Keine neuen Hinweise zum Streit um den Marktwirtschaftsstatus

Die EU hatte erst im Mai angekündigt, dass sie sich stärker gegen billige Stahlprodukte aus China schützen will, die unter Preis auf den Markt geworfen werden.

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Zum Streit um die Einstufung Chinas als Marktwirtschaft gab es seitens der Kommission keine Hinweise. China pocht darauf, dass Europa seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt und das Reich der Mitte als Marktwirtschaft einstuft. Der Status würde China vor Anti-Dumping-Klagen und hohen Strafzöllen bewahren, wenn es Waren unter Marktpreis anbietet. (APA/dpa/red)

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