Elektromobilität

EU-Kommissar erwartet elektrische Dienstautos "wahrscheinlich in fünf Jahren"

Jyrki Katainen, Vizepräsident der EU-Kommission, ist überzeugt, dass "wir wahrscheinlich in fünf Jahren elektrische Dienstautos haben werden". Bei der Verbreitung von Robotern sei die Vorhersage weniger einfach.

Der Vizepräsident der EU-Kommission Jyrki Katainen ist überzeugt, dass "wir wahrscheinlich in fünf Jahren elektrische Dienstautos haben werden". Bei einer Pressekonferenz zur neuen Industriestrategie meinte Katainen auf die Frage, was er von der Roboter-Entwicklung halte und ob damit Arbeitsplätze gefährdet werden, es sei "schwer vorherzusagen, wie das in zehn bis 15 Jahren aussehen wird".

Derzeit stehe man "mitten im Wandel und Umbruch". Katainen sagte in Brüssel: "Kein Mensch weiß, wo uns das noch hinbringen wird".

EU-Binnenmarktkommissarin Elzbieta Bienkowska sagte, man wisse natürlich nicht, ob durch Roboter irgendwelche Arbeitsplätze verloren gehen. "Aber es kann sein, dass anderswo Arbeitsplätze geschaffen werden".

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Nicht zufrieden zeigte sich Bienkowska mit der Reaktion der Autoindustrie auf den Diesel-Skandal. Natürlich sei man auch positiv an das Problem herangegangen, "aber man hat immer nur Halblösungen gewählt". Geld auszugeben, um in alte Verbrennungsmotoren zu investieren, sei nicht der richtige Weg. "Autos mit null Emissionen sind der richtige Weg. Die Kommissarin merkte an, "die meisten von uns im Saal werden in zehn bis 15 Jahren ein Elektroauto fahren". Vor drei Jahren habe sie nicht gedacht, dass dies so schnell gehen könnte. "Die Entwicklungen laufen sehr rasch. Und wenn wir da nicht mithalten, werden E-Autos außerhalb der EU gebaut".

Katainen konzedierte, dass er selbst vor drei Jahren ein neues Diesel-Auto gekauft habe. Allerdings, wenn er sich frage, ob er es jetzt austauschen sollte, stelle er gleichzeitig fest, dass er selbst jährlich nur 6.000 Kilometer fahre, während jemand anderer möglicherweise 40.000 Kilometer zusammenbringe. Daher sei es in diesem Fall "umwelttechnisch besser, das Auto zu behalten". (apa/red)

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