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Etihad will Alitalias Spitzenmanager ersetzen

Alitalia braucht demnächst einen neuen CEO und Verwaltungsratschef, denn der Mutterkonzern Etihad will den CEO der Airline, Cramer Ball, und Verwaltungsratschef James Hogan ersetzen. Darüber hinaus könnten über tausend Jobs gestrichen werden.

Bei der krisengeschüttelten italienischen Fluggesellschaft Alitalia bahnt sich ein Managerwechsel an, denn Etihad sei mit dem Management der Airline nicht zufrieden, die heuer Verluste in Höhe von 400 Millionen Euro schreiben werde, berichtet die Tageszeitung "Il Messaggero".

Der seit März als CEO amtierende Australier Ball soll durch einen italienischen Manager mit guten Beziehungen zur Bankenwelt ersetzt werden, berichtete das Blatt. Die Alitalia-Aktionäre UniCredit und Intesa, die einer neuen Geldspritze für Alitalia in Höhe von 150 Millionen Euro zugestimmt haben, wollen bei der Wahl des neuen Managements das Sagen haben. Mit der Geldspritze soll das Management in den nächsten zwei Monaten Verhandlungen mit Gewerkschaften und Lieferanten zur Eindämmung der Kosten aufnehmen können.

Schlankheitskur

Indiskretionen zufolge könnten circa 1.500 Jobs bei Alitalia gestrichen werden. Die Airline beschäftigt circa 12.000 Personen. Die Flotte soll um bis zu 20 Flugzeuge reduziert werden.

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Alitalia macht pro Tag etwa 500.000 Euro Verlust und ist weit entfernt vom einstigen Vorhaben, 2017 wieder Gewinne einzufliegen. Die arabische Airline Etihad, die 49 Prozent an Alitalia hält und dort 560 Millionen Euro investiert hat, forderte deshalb jüngst Kostensenkungen. Etihad ist auch an Air Berlin beteiligt, was ihr ebenfalls Verluste eingebrockt hat. Insidern zufolge will Etihad nun seine Europa-Strategie auf den Prüfstand stellen. (apa)

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