Industrieproduktion

Erzeugerpreisindex um knapp 7 Prozent gestiegen

Im Juni 2021 hat der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich den höchsten Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen im Jänner 2000 erreicht.

Erzeugerpreisindex Industriekonjunktur Industrie Statistik Austria

Es gab im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg um 6,9 Prozent auf 107,2 Punkte, so die Statistik Austria. Bereits im Mai und April waren Steigerungen um 6 und 4,7 Prozent im Vergleich zu 2020 festzustellen. Der positive Preistrend hält also weiter an. Gegenüber Mai 2021 stieg der Index um 1 Prozent.

Die Preisdynamik für Erzeugnisse des Produzierenden Bereichs zog im 1. Halbjahr 2021 aufgrund der Teuerungen in den Bereichen Energie und Vorleistungsgüter deutlich an. Im 1. und 2. Quartal 2021 lag die Teuerung zum Vorquartal jeweils über 2 Prozent (1. Quartal 2021: +2,2 Prozent, 2. Quartal 2021: +2,9 Prozent). Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2020 stiegen die Preise um 3,4 Prozent. Energiepreise stiegen stark um 14 Prozent, die Teuerung für Vorleistungsgüter stieg im Juni 2021 um 9,2 Prozent.

Der Indexanstieg im Juni 2021, +6,9 Prozent, wurde durch die starken Preiszuwächse in den Bereichen Energie (+14,0 Prozent) und Vorleistungsgüter (+9,2 Prozent) getrieben. Auch in den Monaten Mai 2021 (Energie: +13,3 Prozent, Vorleistungsgüter: +7,4 Prozent) und April 2021 (Energie: +9,5 Prozent, Vorleistungsgüter: +5,9 Prozent) wurden hier deutliche Preisanstiege beobachtet.

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Im Bereich Energie wirkten sich insbesondere die Teuerungen für "Mineralölerzeugnisse" sowie für "elektrischen Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung" (+8,8 Prozent) auf den Index aus. Starke Preiserhöhungen im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (+18,9 Prozent) ließen den Index für Vorleistungsgüter im Juni 2021 anwachsen. Am stärksten stiegen die Preise für "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" (+27,5 Prozent). "Sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" legten gegenüber dem Vorjahresmonat um 21,9 Prozent zu. Im Bereich der chemischen Industrie befanden sich die Preise für die Produktgruppe "chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer Kautschuk in Primärform" (Juni 2021: +44,1 Prozent, Mai 2021: +42,7 Prozent, April 2021: +34 Prozent) weiterhin auf hohem Niveau. Markante Preisanstiege gab es bei den Vorleistungsgütern ebenfalls für "Holz, gesägt und gehobelt" (+11,1 Prozent) sowie für "Kunststoffwaren" (+7,1 Prozent). (apa)