Neue Märkte

Erste Vereinbarungen der Stahlindustrie beim Iran-Forum in Wien

Beim Iran-Forum in Wien haben Konzerne der Stahlindustrie und der heimischen Automobilcluster mehrere Absichtserklärungen unterschrieben - konkrete Schritte werden aber noch ausgelotet. Der Iran ist einer der größten Stahlerzeuger der Welt.

Erste von den im Rahmen eines Iran-Forums in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) unterzeichneten Verträgen und Absichtserklärungen sind nun veröffentlicht worden. Demnach will der Anlagenbauer Primetals Technologies mit einem Standort in Linz bei Projekten der Stahlindustrie im Iran mit dortigen Partnern kooperieren, ebenso der Automobil-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur.

Derzeit baut Primetals Technologies für die Voestalpine in Txas eine riesige Anlage für die Produktion von Eisenschwamm - mehr dazu unter INDUSTRIEMAGAZIN.at in dieser Bildergalerie.

Große Projekte im Iran - vorerst nur geplant

Auf dem Iran-Forum hat Primetals Technologies - ein Joint Venture von Mitsubishi Heavy Industries und Siemens - eine Absichtserklärung mit der Fakoor Sanat Theheran Engineering Co. eine Rahmenvereinbarung über die gemeinschaftliche Durchführung von Projekten in der Stahlindustrie im Iran abgeschlossen. Das Gesamtvolumen der in Aussicht genommenen, nicht näher genannten Projekte wird mit mehr als 1,8 Mrd. Euro beziffert.

White Paper zum Thema

Der Iran ist einer der 15 größten Stahlerzeuger der Welt, verfügt über große Rohstoffreserven und will seine Stahlproduktionskapazität in den kommenden 10 Jahren verdoppeln.

Automobilcluster will mit iranischem Automobilzulieferer arbeiten

Das Memorandum of Understanding des Automobilclusters der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria mit dem Verband der iranischen Automobilzulieferer Iranian Auto Parts Manufacturers Associaton (IAPMA) soll den heimischen Unternehmen den Einstieg in den iranischen Markt erleichtern. Das Vorhaben wird von den Wirtschaftskammern Oberösterreich und Steiermark - in den beiden wichtigsten Automotive-Bundesländern Österreichs - unterstützt.

Zunächst sollen konkrete Perspektiven für die Zusammenarbeit ausgelotet werden. Weiters sind Delegationsbesuche in beiden Ländern vorgesehen, woraus sich mittelfristig Joint Ventures entwickeln sollen. Auch eine gemeinsame internationale Messe für Automobilzulieferer ist Teil der Übereinkunft. Weitere Details zu der Vereinbarung und zu den Zielen der heimischen Automobilcluster in dieser Meldung auf INDUSTRIEMAGAZIN.at. (apa/red)

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