Justiz

Ermittlungen gegen Michael Tojner: Staatsanwälte durchsuchen 50 Standorte

In den Ermittlungen rund um Vorwürfe des Betrugs gegen den Investor Michael Tojner hat die Staatsanwaltschaft rund 50 Standorte in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Oberösterreich durchsucht. Beschuldigt wird auch die Prüfungsgesellschaft KPMG.

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Im Zuge der Ermittlungen in der Causa Gesfö & Co, in der dem Investor Michael Tojner u.a. Betrug und Untreue vorgeworfen wird, wurden von der Staatsanwaltschaft rund 50 Standorte in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Oberösterreich durchsucht. Das berichtete "Der Standard" am Freitag online. Durchsucht wurde demnach auch die Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG, die ebenfalls beschuldigt wird.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hegt auf Basis einer Anzeige des Burgenlandes den Verdacht, Tojner habe das Land im Verfahren zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit dreier Wohnbaugesellschaften betrogen. Insgesamt führt die WKStA laut "Standard" 16 Personen als Beschuldigte, dazu kommen noch neun Gesellschaften, die im Rahmen des Verbandsverantwortlichkeitsgesetzes verfolgt werden.

Umfangreiches Datenmaterial sei sichergestellt worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft dem "Standard". Durchsucht wurden auch mehrere Anwaltskanzleien und KPMG, denn unter den Beschuldigten sind auch drei Rechtsanwälte, die Tojners Geschäftspartner waren, sowie eine KPMG-Mitarbeiterin und die Gesellschaft selbst. KPMG hat die Durchsuchung auf Anfrage der Zeitung bestätigt. (apa/red)

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