Papierindustrie

Ergebnissprung und mehr Umsatz bei Mayr-Melnhof

Der heimische Kartonhersteller Mayr-Melnhof Karton hat in den ersten neun Monaten bei Umsatz zugelegt und seine Ergebnisse stärker gesteigert als erwartet. Die gute Stimmung trübt allerdings der intensive Wettbewerb und der Auftragsstand, der zuletzt spürbar gesunken ist.

Der börsennotierte Faltschachtel- und Kartonhersteller Mayr-Melnhof Karton (MMK) hat heuer in den ersten neun Monaten mehr umgesetzt und die Ergebnisse stärker gesteigert als prognostiziert. Das Nettoergebnis wuchs um elf Prozent auf 108 Mio. Euro und das Betriebsergebnis (EBIT) um gut 13 Prozent auf 155 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen die guten Erwartungen.

Auch der Umsatzanstieg um drei Prozent auf 1,618 Mrd. Euro bis Ende September sei trotz des anhaltend intensiven Wettbewerbs und ohne konjunkturelle Belebung gelungen. Zur Auslastung in den Werken und der gesteigerten Produktivität hätten beide Divisionen - MM Karton und MM Packaging - beigetragen.

Die Operating Margins (EBIT) der Divisionen von 9,6 bzw. 10,5 Prozent im dritten Quartal lagen jeweils über dem Vorjahres- und dem Vorquartal. Die Kartonkapazitäten waren auch zuletzt mit weiter 99 Prozent fast voll ausgelastet, die Durchschnittspreise für Karton lagen leicht über Vorjahr. EBIT und Periodenüberschuss des Mayr-Melnhof-Konzerns lagen im dritten Quartal mit 58 Mio. bzw. 41 Mio. Euro jeweils über Vorjahr und Vorquartal.

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Ein paar Wermutstropfen gibt es doch

Der Auftragsstand von MM Karton hat sich zuletzt "spürbar reduziert", da der Auftragseingang aus dem Kartonmarkt "aktuell deutlich verhaltener" ist, so das Unternehmen im Ausblick. Da MM Packaging aber weiter Kontinuität verzeichne, sei auch im vierten Quartal mit einem intakten Ergebnisverlauf zu rechnen. Eine Entspannung bei den zuletzt deutlich gestiegenen Altpapierpreisen sei bisher nicht zu erkennen.

Die Mitarbeiterzahl lag Ende September bei 9.222, nach 9.399 Ende vorigen Jahres. Das Eigenkapital wird mit 1,14 (1,11) Mrd. Euro beziffert, die Eigenkapitalquote mit 64,3 (61,7) Prozent und die Nettoliquidität mit 40 (58) Mio. Euro.

Nach Quartalsende, im Oktober, hat die Division MM Packaging 100 Prozent des französischen Faltschachtel-Herstellers Alliora SAS und dessen Tochter Packetis erworben; an fünf Standorten werden Schachteln für die Pharmaindustrie und an zwei Standorten Schachteln für Luxus- und Kosmetikartikel hergestellt. Für den schuldenfreien Erwerb bezahlte Mayr-Melnhof 85,5 Mio. Euro, heißt es im Quartalsbericht, wobei eine leichte Anpassung bis zum Closing möglich sei. (apa)

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