Zulieferer

Ergebnis von Frauenthal sinkt

Der Autozulieferer Frauenthal hat im ersten Halbjahr weniger Gewinn gemacht und einen Verlust eingefahren. Auch das Jahresergebnis soll wegen Sondereffekten deutlich geringer ausfallen. Künftig will die Gruppe durch Akquisitionen wachsen.

Ergebnisse Frauenthal Automobilindustrie Martin Sailer

Der börsennotierte Sanitärgroßhändler und Autoindustriezulieferer Frauenthal hat im ersten Halbjahr operativ weniger Gewinn erzielt und einen Verlust nach Steuern von 2,4 Mio. Euro eingefahren, nach einem Gewinn von 2,9 Mio. Euro. Bereinigt um den Entkonsolidierungsaufwand von Frauenthal Automotive Azambuja SA und SHT Slovenska wird ein Gewinn nach Steuern von 1,8 Mio. Euro ausgewiesen.

Operativ sank das EBITDA (Ergebnis nach Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 12,6 auf 7,6 Mio. Euro (bereinigt: 11,8 Mio. Euro), teilte Frauenthal mit.

Für 2016 ein operatives Ergebnis über Vorjahresniveau erwartet

Der Rückgang sei auf einen einmaligen Entkonsolidierungsaufwand von insgesamt 4,1 Mio. Euro zurückzuführen. Davon entfielen 3,8 Mio. Euro auf den Abgang der portugiesischen Gesellschaft in der Division Automotive und 0,3 Mio. Euro auf den Verkauf eine slowakischen Gesellschaft (Division Handel).

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Das EBIT wird mit 0,0 Mio. Euro (bereinigt: 4,2 Mio. Euro) ausgewiesen, nach 5,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 1,9 Prozent auf 381,6 Mio. Euro. In der Division hätten der Gewinn von Neugeschäft und die positive Marktentwicklung Umsatz- und Ergebniszuwächse bewirkt.

Unsicherheitsfaktoren seien die Auswirkung des "Brexit" auf den konjunktursensiblen Nutzfahrzeugmarkt sowie die Nachhaltigkeit des anhaltenden Wachstums des Marktes für schwere Nutzfahrzeuge in Europa.

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Die Division Frauenthal Handel leide aktuell unter dem Wettbewerbsdruck im Objektgeschäft und den vorübergehend erhöhten Kosten für die Integration der Logistikprozesse.

Die Frauenthal-Gruppe soll durch Akquisitionen wachsen, heißt es im Ausblick. Die personellen Ressourcen für M&A-Aktivitäten seien daher verstärkt worden. "In beiden Divisionen analysieren wir intensiv Add-on Akquisitionen, um die Kundenbasis im Bereich des bestehenden Produktportfolios auszubauen. Aber auch das Ziel, eine "Dritte Division" zu erwerben, bleibt aufrecht", erklärt Vorstand Martin Sailer.

Für das Gesamtjahr erwartet Frauenthal ein operatives Ergebnis nach Bereinigung der Kosten für die Entkonsolidierungen über dem Niveau des Vorjahres. "Das Jahresergebnis der Frauenthal-Gruppe wird voraussichtlich durch die Sondereffekte sowie die Integrationskosten bei Frauenthal Handel deutlich unter dem Vorjahr liegen", so das Unternehmen. (apa/red)

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