Klimaschutz

ERGaR Scheme hat Betrieb aufgenommen

Der Vorstand des European Renewable Gas Registry (ERGaR) gibt den Start des europäischen Kooperations-Austauschsystems „ERGaR Certificate of Origin (CoO) Scheme“ bekannt.

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 in der auch die österreichische Bilanzgruppenkoordinatorin AGCS Partner ist, hat sich ERGaR dem Aufbau eines effizienten, vertrauenswürdigen und professionellen Dokumentationssystems (European Scheme) verschrieben, das den grenzüberschreitenden Eigentumsübergang und den Handel von erneuerbaren Gasen entlang des europäischen Gasnetzes ermöglicht und gleichzeitig Doppelvermarktung verhindert. Das ERGaR CoO Scheme vereinfacht den Transfer von Biomethannachweisen (CoO) zwischen den teilnehmenden nationalen Registern. Die Ausstellung von CoO folgt den Vorgaben von Artikel 19 der EU-Richtlinie 2018/2001 (RED II) für die Ausstellung von Herkunftsnachweisen für erneuerbare Gase. Das flexibel erweiterbare Scheme ist zukünftig auch für Wasserstoff, kohlenwasserstoffhaltige Gase und Biomethan sowie andere erneuerbare Gase (RFNBOS, RCFs) konzipiert.

Zwei Systemteilnehmer - Vertogas (NL) und Green Gas Certification Scheme (UK) - haben den ersten internationalen Transfer abgewickelt und Biomethannachweise von den Niederlanden nach Großbritannien übertragen. STX Commodities initiierte den Transfer und war als Händler in beiden Registern beteiligt. Matthias Edel, ERGaR-Generalsekretär: „Nach der erfolgreichen Anknüpfung der Biomethanregister von AGCS (AT), dena (DE), Energinet (DK) und GRdF (FR) wird das ERGaR CoO Scheme etwa 90% der europäischen Biomethan Produktionsmenge repräsentieren.“

Mit ihrer 20-jähriger Erfahrung als österreichische Bilanzgruppenkoordinatorin und der Anknüpfung des Biomethan Register Austria an das ERGaR Certificate of Origin Scheme im Sommer 2021, bleibt AGCS nicht nur eine verlässliche und neutrale Abwicklungsstelle des österreichischen Gasmarktes, sondern engagiert sich weiterhin proaktiv im Bereich Greening the Gas.

White Paper zum Thema

Bei der Einführung des ERGaR CoO Scheme erklärte Jeppe Bjerg, ERGaR-Präsident, dass „der europäische Energiesektor derzeit einen tiefgreifenden Wandel durchläuft, um das Ziel der Europäischen Union zu unterstützen, bis 2050 klimaneutral zu sein. Das ERGaR CoO Scheme werden eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der europäischen Länder bei der Erreichung ihrer Klimaziele spielen.“

Über ERGaR:

Das European Renewable Gas Registry (ERGaR) - eine internationale Non-Profit-Organisation (aisbl) - wurde im September 2016 nach belgischem Recht als Kooperation zwischen europäischen Registern für erneuerbare Gase gegründet, um den grenzüberschreitenden Transfer von erneuerbaren Gasen zu ermöglichen. (apa/red)