Umsatz-Plus

Erfreuliches Jahr für Schwarzmüller

Um 16 Prozent konnte der oberösterreichische Fahrzeugbauer 2014 den Umsatz steigern. So ähnlich soll es auch 2015 weitergehen.

Automobilindustrie Schwarzmüller Jan Willem Jongert

Jan Willem Jongert: Der Investitionsstau der Vorjahre löst sich langsam auf.

Der Fahrzeugbauer Schwarzmüller mit Zentrale in Freinberg (Bezirk Schärding) in Oberösterreich hat seinen Umsatz 2014 um 16 Prozent auf 272 Millionen Euro gesteigert. Der Ertrag wurde in einer Presseaussendung am Mittwoch mit Hinweis auf den noch fehlenden Jahresabschluss nicht näher beziffert, er sei aber "stabil positiv". Für heuer werden 300 Millionen Euro angepeilt.

Investitionsstau gelöst

Das Wachstum führt CEO Jan Willem Jongert auf eine gute Marktkonjunktur zurück, der Investitionsstau der Vorjahre löse sich langsam auf. Es sei dabei gelungen, stärker als der Markt zu wachsen und Marktanteile zu gewinnen. Dies gelte vor allem für die Sektoren, in denen das Unternehmen auch in den kommenden Jahren zulegen wolle: Baubranche, Entsorgungswirtschaft und Landwirtschaft. Größter Umsatzbereich bleibe der Fernverkehr.

Vertrieb verstärkt

Schwarzmüller hat im vergangenen Jahr seine Vertriebsaktivitäten im gesamten Absatzgebiet ausgebaut. Vor allem in Norddeutschland wurden starke Verkaufszuwächse verzeichnet. Gleichzeitig wurden die Verkäufe in den wichtigen osteuropäischen Märkten Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien gesteigert. Am Heimmarkt Österreich will man die Stellung als Marktführer weiter festigen. 27 Prozent des Umsatzes kommen aus den margenträchtigen Dienstleistungsbereichen Kundendienst sowie Miet- und Gebrauchtfahrzeuge. Das Wartungs- und Servicenetz umfasst aktuell 350 Stationen. Ziel ist ein solche Station für jeden Kunden im Umkreis von 40 bis Kilometern.

Kompetenzzentren

In der Produktion habe sich die Entwicklung von Kompetenzzentren als richtig erwiesen. So werden in den drei Werken Hanzing (Österreich), Zebrak (Tschechien) und Budapest (Ungarn) jeweils bestimmte Produktgruppen produziert. 2014 wurden zwei Drittel der Fahrzeuge, das sind etwa 4.500 Einheiten, in Ungarn und Tschechien gefertigt.

Auftragslage gut

Jongert begründet die heurige Umsatzerwartung - 300 Millionen Euro wären wiederum ein Wachstum im zweistelligen Bereich - damit, dass der Nachholbedarf bei Investitionen noch nicht gesättigt sei und die Aussichten auf neue Infrastrukturprojekte in der EU deutlich besser seien als in den vergangenen Jahren. Die aktuell hohe Auftragslage weise bereits in diese Richtung. Mit dieser Steigerung werde eine weitere Verbesserung der Produktivität und damit auch des Ergebnisses einhergehen, kündigt er an.

Heuer wird das Unternehmen rund 10 Millionen Euro investieren, unter anderem in die Automatisierung des Aluminiumbaus. Der internationale Produktionsverbund der Gruppe wird weiter optimiert, und die Kapazitäten werden nochmals ausgebaut. (APA)

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