Bahnindustrie

Erfolgreiche Bahnsparte fährt Bombardier in die Gewinnzone zurück

Bei Bombardier brummt das Geschäft in der Bahnindustriesparte - und zieht den Hersteller mit einem großen Standort in Wien wieder in die Gewinnzone zurück. In Deutschland geht trotzdem gerade der Stellenabbau weiter.

Der Flugzeug- und Zughersteller Bombardier schreibt inmitten seines Umbaus wieder schwarze Zahlen. Der kanadische Konzern wies für das abgelaufene Quartal einen Nettogewinn von 70 Mio. Dollar (59,9 Mio. Euro) aus, nach 243 Mio. Dollar Verlust vor Jahresfrist. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 4,26 Mrd. Dollar.

In der Transport-Sparte mit der Zug-Produktion zogen die Erlöse um elf Prozent auf 2,26 Mrd. Dollar an. Die Zeit hoher Investitionen sei weitgehend vorbei und Bombardier konzentriere sich nun auf den Ausbau der Produktion und effizienterer Strukturen, erklärte Firmenchef Alain Bellemare.

Tausende Kündigungen in Deutschland

Bombardier war 2015 durch eine aus dem Ruder gelaufene Flugzeugentwicklung in Schwierigkeiten geraten. Daraufhin kündigte der Konzern einen auf fünf Jahre angelegten Umbauplan mit der Streichung von weltweit 7.500 Stellen an. Ende März hatte sich das Unternehmen mit den Arbeitnehmer-Vertretern auf den Abbau von 2.200 Stellen in Deutschland geeinigt.

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ÖBB-Großauftrag hilft

In Deutschland verlegt Bombardier gerade die Zugproduktion schrittweise vom Werk in Henningsdorf nach Bautzen in Sachsen. Der knapp 190 Millionen schwere, jüngste Großauftrag der ÖBB für den Verkehr in Tirol und Südtirol ist da durchaus hilfreich:

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(reuters/apa/red)

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