Forschung

Erdöl aus Plastik: OMV und Borealis kooperieren bei "Reoil" in Schwechat

Der Ölkonzern OMV und der Kunststoffkonzern Borealis kooperieren künftig im Bereich der Rohöl-Rückgewinnung aus Altplastik. Auf dem Areal der Raffinerie Wien-Schwechat ist seit dem Vorjahr eine Pilotanlage in Betrieb.

Der Ölkonzern OMV und der Kunststoffkonzern Borealis, an dem die OMV 36 Prozent hält, kooperieren künftig im Bereich der Rohöl-Rückgewinnung aus Altplastik. In einer Pilotanlage in der Raffinerie Wien-Schwechat verwandelt die OMV seit Frühjahr 2018 Altkunststoff zu Rohöl und zwar pro Stunde 100 Liter aus 100 Kilogramm Plastikmüll. OMV und Borealis bauen diese chemische Wiederaufbereitung nun aus.

Zu dieser Pilotanlage:
Neues Verfahren: OMV verarbeitet Plastikmüll zu Rohöl >>

Man prüfe Synergien, um eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren, erklärten OMV und Borealis in einer Aussendung. Borealis hat ja für die Kreislaufwirtschaft schon zwei Recyclingfirmen erworben. Und die OMV, die am Standort Schwechat petrochemische Grundstoffe an Borealis liefert, untersucht bereits seit dem Jahr 2011 das Potenzial von Post-Consumer-Kunststoffabfällen. Deren chemische Wiederaufbereitung soll nun ausgebaut werden. Bis die ReOil-Anlage ihre endgültige, industrietaugliche Kapazität erreicht, sei noch ein weiterer Skalierungsschritt geplant.

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Für Borealis sei die Kooperation mit der OMV beim chemischen Recycling von Kunststoffabfällen als Grundstoff für Polyolefine ein weiterer wichtiger und konkreter Schritt für die Kreislaufwirtschaft von Borealis, erklärte das Unternehmen. (apa/red)

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