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Erdgas vor Zypern: Frankreich schickt Kampfbomber

Vor der Küste Zyperns sind riesige Erdgasvorkommen entdeckt worden - die Türkei schickte sofort Kriegsschiffe in die Region. Nun wollen Zypern, Griechenland und Israel enger kooperieren. Auch Frankreich verstärkt seine militärische Präsenz.

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Inmitten der Spannungen um die Ausbeutung der unterseeischen Erdgasvorkommen bei Zypern baut Frankreich seine militärische Zusammenarbeit mit Zypern aus. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage waren französische Kampfbomber des Typs Rafale bei Manövern über der Insel im östlichen Mittelmeer im Einsatz. Dies teilte das zypriotische Verteidigungsministerium mit.

Bereits am 19. März hatten französische Kampfjets bei Marinemanövern demonstrativ die südzypriotische Hafenstadt Larnaka überflogen. Frankreich wolle den militärischen Teil des Flughafens der westzypriotischen Stadt Paphos sowie einen Marinestützpunkt nahe Larnaka nutzen, berichtet die zypriotische Presse. Dazu solle bald ein zypriotisch-französisches Kooperationsabkommen unterzeichnet werden.

Als Grund für die erhöhte französische Militärpräsenz im östlichen Mittelmeer gilt - neben der Krise im Nahen Osten - die Entdeckung von unterseeischen Erdgasvorkommen südlich von Zypern. Französische Unternehmen sind an den Bohrungen beteiligt. Diese Erdgasvorkommen haben zu Spannungen zwischen Ankara und Nikosia geführt.

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Türkei hält den Nordteil Zyperns seit 1974 militärisch besetzt

Zypern ist seit 1974 in einen international nicht anerkannten türkischen Nordteil und die griechisch geprägte Republik Zypern mit Nikosia als Hauptstadt geteilt. Die Republik ist EU-Mitglied, wird aber von der Türkei nicht anerkannt, die den türkischen Norden militärisch sichert. Ankara lehnt die Ausbeutung der Erdgasvorkommen vor einer Lösung der Zypern-Frage und ohne die Zustimmung der türkischen Zyprioten ab. (dpa/apa/red)