Energiewirtschaft

Eon gibt Geschäft mit erneuerbaren Energien an RWE ab

Energiekonzern Eon hat seine Ökostromsparte mitsamt Windparks, PV-Anlagen und Batterieprojekten sowie knapp 7.000 Mitarbeitern wie geplant an den Konkurrenten RWE abgegeben.

Der deutsche Energiekonzern Eon hat seine Ökostromsparte wie geplant an den Konkurrenten RWE abgegeben. Wie Eon mitteilte, beinhaltet der Verkauf des Geschäftsbereichs Climate & Renewables neben Windparks auch Photovoltaikanlagen und Batterieprojekte mit 6.800 Megawatt Gesamtleistung.

Außerdem wechselten demnach mehr als 1.600 beteiligte Mitarbeiter zu RWE. Die Transaktion ist Teil eines Tauschgeschäfts mit einem Gesamtvolumen von 40 Mrd. Euro.

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"Mit unserem Engagement haben wir der Industrialisierung und Kostensenkung von Erneuerbaren Energien den Weg bereitet", erklärte Eon-Chef Johannes Teyssen. "Das zukünftig bei RWE gebündelte Erneuerbaren-Geschäft von Eon und Innogy bildet eine attraktive Plattform mit viel Entwicklungspotenzial." Während die Produktionssparte der RWE-Ökostromtochter Innogy langfristig im Mutterkonzern verbleiben soll, wird Eon im Rahmen des Tauschhandels die Netzsparte von Innogy eingliedern.

Die beiden Stromkonzerne hatten im März 2018 Pläne für ihre Neuausrichtung auf dem deutschen Energiemarkt bekanntgegeben. So soll Eon in erster Linie zum Strom- und Gaslieferanten werden und RWE vor allem zum Stromproduzenten und Großhändler. Die Europäische Union hatte den Verkauf des Erneuerbaren-Geschäfts von Eon bereits im Februar dieses Jahres genehmigt, Mitte September gaben die Wettbewerbshüter auch für die Innogy-Transaktion grünes Licht. (afp/apa/red)

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