AS-Schneider

Entleerungs- und Spülringe für die chemische Industrie

Für Prozessanlagen in der chemischen Industrie gelten strenge Auflagen: Sicherheit und Umweltschutz müssen jederzeit gewährleistet sein, denn nicht alle verarbeiteten Stoffe sind für Mensch und Natur unbedenklich. Das bedeutet auch, dass keine Gase oder Flüssigkeiten aus den Anlagen entweichen dürfen – weder im laufenden Betrieb noch bei der Instandhaltung. Die Entleerungs- und Spülringe der Armaturenfabrik Franz Schneider (AS-Schneider) helfen den Betreibern, bei Wartungen und Reparaturen von Messanordnungen anfallende Gas- und Flüssigkeitsreste ordnungsgemäß zu entsorgen.

Messtechnik AS-Schneider High-Tech-Produktion

Ob Pharmaindustrie, Landwirtschaft, Elektronik, Baustoffherstellung, Lebensmittel oder Automotive: Kaum eine Branche kommt heutzutage noch ohne die Leistungen der chemischen Industrie aus. Sie produziert Farben und Lacke für unsere Häuser und Autos, Dünger für unsere Pflanzen, Kunstfasern für unsere Kleidung – und vieles, vieles mehr. Die chemische Industrie ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige weltweit. Sie erwirtschaftet jährliche Umsätze von mehreren Billionen Euro und bietet Millionen Menschen einen Arbeitsplatz

Die Branche zeichnet sich durch einen hohen Technisierungsgrad aus. Oft kommen in den Unternehmen hochmoderne Prozessanlagen zum Einsatz. In diesen werden zum Beispiel Öl, Kraftstoff, Gas, Abwasser und verschiedene Chemikalien gelagert und verarbeitet. Dazu gehören zum Teil riesige Tanks, deren Fassungsvermögen mehrere Millionen Liter betragen kann. Die Anforderungen an die Sicherheit dieser Anlagen sind extrem hoch: Schließlich sind manche der darin befindlichen Stoffe giftig, ätzend, umwelt- und gesundheitsschädlich oder leicht entzündlich. Doch auch weniger heikle Medien dürfen nicht einfach in die Umgebung entweichen. Der Betreiber muss laut Gesetz sicherstellen, dass außer Trinkwasser, Stickstoff und Sauerstoff alle Flüssigkeiten und Gase aufgefangen und entsorgt werden.

Für die Prozessüberwachung sind die Produktionsanlagen mit Messeinrichtungen ausgestattet. Diese erfassen verschiedene Parameter wie etwa Druck, Differenzdruck und Füllstand. Die Messgeräte sind dazu über eine separate Impulsleitung mit dem System verbunden. Im Gegensatz zu den Prozessleitungen herrscht in dieser jedoch kein Durchfluss, sondern nur der statische Druck des Mediums. Hin und wieder kommt es vor, dass die Techniker ein Messgerät überprüfen, kalibrieren oder reparieren müssen. Dazu wird dieses von der Impulsleitung abmontiert. Damit in einem solchen Fall kein Leck an der Messstelle entsteht, verfügen sämtliche Messeinrichtungen über eine Erstabsperrung mit einem Absperrventil oder Kugelhahn. Diese Armatur verschließt den Übergang zwischen Prozess- und Impulsleitung und verhindert damit ein Austreten des Mediums.

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Zwischen Ventil und Messgerät bleibt immer noch ein Rest

Dieser Aufbau bietet jedoch keine hundertprozentig zufriedenstellende Lösung: Denn auch nach dem Schließen der Erstabsperrung bleibt immer noch ein Rest des unter Druck stehenden Mediums in dem Leitungsabschnitt zwischen Absperrventil und Messgerät zurück. Dieser Rest muss, um die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen, fachgerecht aufgefangen und entsorgt werden. Ein weltweit führender Chemiekonzern und Betreiber zahlreicher Prozessanlagen setzte sich mit ebendiesem Problem auseinander und suchte eine zuverlässige Methode, den Hohlraum zwischen Absperrventil und Messgerät kontrolliert zu entleeren.

Das Unternehmen erhielt dabei Unterstützung durch AS-Schneider, einen der führenden Anbieter von Industriearmaturen für die Mess- und Regeltechnik, mit Sitz in Nordheim bei Heilbronn. AS-Schneider ist langjähriger Partner zahlreicher namhafter Firmen aus der chemischen Industrie und kennt daher die Bedürfnisse und Anforderungen der Branche genau. Sonderlösungen exakt nach Spezifikationen der Kunden sind eine der großen Stärken des Armaturenspezialisten.

So auch in diesem Fall: AS-Schneider entwickelte nach den Vorstellungen des Chemiekonzerns einen Entleerungs- bzw. Spülring. Dieser wird mit einer Flanschverbindung zwischen dem Absperrventil und dem Messgerät angebracht. Außen an dem Spülring befinden sich ein oder zwei Entlüftungs- und Spülanschlüsse. Verfügt der Ring nur über einen Anschluss, lässt sich über diesen der Hohlraum zwischen der Erstabsperrung und dem Messgerät kontrolliert entleeren – beispielsweise mit einem angeschlossenen Schlauch und einem geeigneten Auffangbehälter. Über den zweiten Anschluss kann der Ring zum Beispiel mit Druckluft oder einer Reinigungsflüssigkeit gefüllt und ausgespült werden – je nach den Anforderungen, die das entsprechende Medium an den Anlagenbetreiber stellt.

Für jede Anlage die optimale Armatur

„Wir fertigen die Entleerungs- bzw. Spülringe exakt nach den Anforderungen unseres Kunden“, erklärt Björn Bofinger, Key Account Manager bei AS-Schneider. „Diese können ganz unterschiedlich ausfallen, je nachdem, in was für einer Anlage die Ringe eingesetzt werden.“ AS-Schneider liefert die Spülringe daher in verschiedenen Werkstoffen: Kohlenstoff- und Edelstahl, aber auch spezielle Legierungen für bestimmte Einsatzfälle. „Für den Umgang mit manchen Medien müssen die Spülringe auch von innen ausgekleidet sein, etwa mit Teflon“, berichtet Bofinger. Und natürlich benötigt der Betreiber Ringe in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Anschlussmöglichkeiten. „Dank unserer flexiblen Fertigung können wir jedoch sämtliche Anfragen schnell und zuverlässig bedienen“, betont Bofinger.

So viel Anpassungsfähigkeit kommt auch bei den Kunden gut an: Schließlich erhalten sie sämtliche Armaturen genau nach ihren Spezifikationen und innerhalb kürzester Zeit. Zudem liefert AS-Schneider die Spülringe komplett vorgefertigt. Das verringert den Installationsaufwand enorm. Die Entleerungs- und Spülringe sind inzwischen in zahlreichen Anlagen auf der ganzen Welt erfolgreich im Einsatz.

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