Halbleiter

Engpässe bei Chips erreichen jetzt auch Siemens

Nach Engpässen in der Autoindustrie ereilt der Mangel an Computerchips inzwischen auch Siemens. Die Ironie dabei: Einst hat Siemens selbst Chips produziert, diese Sparte aber unter dem Namen Infineon abgespalten - und ist heute auf Zulieferer angewiesen.

Der Mangel an Computerchips macht auch Siemens Sorgen. "Wir müssen schauen, dass wir da nicht zu kurz kommen", sagte der scheidende Vorstandschef Joe Kaeser auf der Hauptversammlung am Mittwoch in München. Sein Nachfolger Roland Busch sagte auf einer Pressekonferenz vor dem Aktionärstreffen, man sehe schon, "dass im Halbleiterbereich einige Engpässe auftreten".

Chips sind wichtig für viele der Maschinen und Anwendungen, die der Technologiekonzern anbietet. Siemens müsse aufpassen, dass die Lieferkette nicht abreiße. Eine eigene Chip-Produktion hat Siemens seit der Abspaltung der ehemaligen Halbleiter-Tochter Infineon schon seit mehr als 20 Jahren nicht mehr.

Vor allem Autobauer kämpfen derzeit mit fehlendem Nachschub an Chips. Volkswagen und Daimler mussten deswegen bereits die Produktion drosseln. (reuters/apa/red)

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