Klimawandel

Energiewende wirkt: Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland sinkt

In der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt beginnt ganz allmählich das Megaprojekt Energiewende zu wirken: Im Vorjahr ist der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland leicht gesunken. Weiter für eine massive Umweltverschmutzung sorgt der Verkehr.

Der Treibhausgas-Ausstoß ist in Deutschland 2017 vor allem wegen der Abschaltung einiger Kohlekraftwerke leicht gesunken. Mit rund 905 Millionen Tonnen an Klimagasen seien knapp fünf Millionen Tonnen weniger als 2016 in die Luft geblasen worden, teilten das deutsche Umweltministerium und das Umweltbundesamt auf Basis erster Berechnungen mit.

Energiesektor spart 14 Millionen Tonnen ein

Der Energiesektor allein sparte fast 14 Millionen Tonnen ein, da Stein- und Braunkohle durch Wind- oder Sonnenkraft ersetzt wurden. Dagegen sind im Verkehrssektor die Emissionen vor allem wegen des wachsenden Lkw-Verkehrs im Wirtschaftsaufschwung erneut gestiegen.

Ausstoß der Industrie steigt weiter

Auch die Industrie stieß mehr aus. "Für Klimaschutz und saubere Luft brauchen wir eine grundlegende Verkehrswende", sagte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD).

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Um 28 Prozent weniger Treibhausgase als im Jahr 1990

Insgesamt lag der Treibhausgas-Ausstoß in Deutschland demnach 2017 um 27,7 Prozent unter dem von 1990. Eigentlich war das Ziel, diesen bis 2020 um 40 Prozent zu drücken.

Die neue deutsche Bundesregierung hat dies jedoch als nicht erreichbar aufgegeben und will stattdessen die Vorgaben für 2030 mit einem Minus von 55 Prozent ins Visier nehmen. (reuters/apa/red)

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