Bahnindustrie

Energiewende: Minister Hofer verweist auf Investitionen in Schienenwege

Anlässlich einer Veranstaltung in Wien zum Ausbau der Energietechnologie verweist Verkehrsminister Norbert Hofer auf die knapp 14 Milliarden Euro, die in den nächsten Jahren in die Infrastruktur der Bahn investiert werden. Die Energiewende sei eine "große Herausforderung, aber machbar".

Die Energiewende ist für Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) eine "große Herausforderung, aber machbar". Zuversichtlich ist er wegen der Vorhaben in seinem Ressort wie den Ausbau der Schieneninfrastruktur und der technologischen Entwicklung, wie er anlässlich der diesjährigen SET-Plan-Konferenz ("Europäischer Strategieplan für Energietechnologie") in Wien erklärte.

Hofer verwies auf die 13,9 Mrd. Euro, die bis 2023 in die Infrastruktur der Bahn investiert werden. Man sehe etwa, wie durch den Ausbau der Westbahnstrecke die Akzeptanz gestiegen sei, ähnliches werde bei der Südbahnstrecke angestrebt. Zudem wolle man mit der geplanten 100-prozentigen Elektrifizierung der Bahn eine völlige Dekarbonisierung dieses Verkehrsmittels erreichen.

"Weltweit erstmals mehr Geld für Erneuerbare als für Fossile"

Im Bereich Straße setzt Hofer auf E-Mobilität und Wasserstoff, letzterer werde auch eine wichtige Rolle spielen, um die Spitzen von Alternativenergien auszugleichen. Viel werde sich auch durch Zukunftstechnologien wie autonomes Fahren oder Drohnen ändern, "letztere werden im urbanen Bereich alles ändern", ist Hofer überzeugt, und verweist etwa auf eine Berechnung für Paris, wo künftig mit 90.000 Drohnen permanent in der Luft gerechnet wird.

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Hofer verwies darauf, dass weltweit erstmals "mehr Geld in eurneuerbare Energien investiert wird als in fossile und nukleare". Eine aktuelle Studie prognostiziere ein jährliches Wachstum der Energie- und Umwelttechnologien von 6,9 Prozent bis 2025. Um die internationale Sichtbarkeit Österreichs als Innovationsland im Bereich Energie zu erhöhen, müssten Forschung und Innovation in Zusammenarbeit mit Industrie und regionalen Akteuren vorangetrieben werden.

Konferenz in Wien

Die zweitägige 11. SET-Plan-Konferenz, die anlässlich des österreichischen EU-Ratsvorsitzes in Wien stattfindet, wird vom Austrian Institute of Technology (AIT) unter Schirmherrschaft von Infrastruktur- und Umweltministerium sowie der EU-Kommission organisiert. Der europäische Strategieplan für Energietechnologie zielt darauf ab, die Entwicklung und den Einsatz kohlenstoffarmer Technologien rasant zu beschleunigen.

Als wesentlichen Beitrag des AIT zum SET-Plan nannte Wolfgang Hribernik, Leiter des AIT-Center for Energy, kooperative Forschungs-und Demonstrationsprojekte, in denen Österreich sehr aktiv sei. Als Beispiel nannte er das Vorhaben "New Energy for Industry", eines von drei Vorzeigeregionen für Energie, das im Rahmen einer Forschungs-, Technologie- und Innovationsoffensive zur Klima- und Energiestrategie definiert worden sind.

Ziel ist eine 100-prozentige Versorgung von Industriestandorten mit erneuerbarer Energie, wobei in zehn Projekten Wissenschaft, Technologieanbieter und Unternehmen in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark zusammenarbeiten. (apa/red)

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