Energiewirtschaft

Energiewende: Heimische Energieverbände fordern Investitionssicherheit

Die großen Energieverbände Oesterreichs Energie und FGW fordern Investitionssicherheit und bessere Bedingungen für den Ausbau der Infrastruktur und der Energiespeicher. Vor allem seien bessere Regeln und Förderungen für die Sektorkopplung nötig, hieß es.

Investitionssicherheit für den Ausbau von Energieinfrastruktur und Speichern fordern die für Strom, Gas und Wärme zuständigen Energieverbände. Die Verknüpfung dieser Sektoren sei "eine einmalige Chance für einen 'Green Recovery'". Für einen weiteren Erneuerbaren-Ausbau seien entsprechende Investments nötig, erklärten die Spitzenvertreter von Oesterreichs Energie sowie dem Fachverband Gas Wärme.

Verbände fordern Technologieoffenheit

Die Sektorkopplung könne eine sichere Versorgung und leistbare Preise für saubere Energie sicherstellen, meinte Leonhard Schitter, Präsident des E-Wirtschafts-Verbandes Oesterreichs Energie,. Für Gas-Wärme-Fachverbandsobmann Peter Weinelt sind langfristige Ziele und sichere sowie konstante Rahmenbedingungen nötig, um die Investitionen absichern zu können. Das treffe auf Solar- und Windenergie zu, aber auch auf die Gasinfrastruktur, die die Umwandlung von erneuerbarem Strom in speicherbares Gas ermögliche. So kann überschüssiger grüner Strom zu Wasserstoff oder synthetischem Gas verarbeitet werden.

Die Energieverbände plädieren für die Nutzung aller bestehenden Möglichkeiten, nämlich der Strom-, Gas- und Fernwärmeleitungen, der Gasspeicher, Pumpspeicher und Wärmespeicher sowie der hocheffizienten KWK-Anlagen und Gaskraftwerke, damit das Energiesystem sicher und leistbar dekarbonisiert werden könne.

White Paper zum Thema

"Gleichbehandlung aller Energieträger auf Basis ihrer Emissionen"

In einem gemeinsamen sechsseitigen Positionspapier ("Sektorkopplung ... aber richtig!") machen sich die Verbände etwa für eine "Technologieoffenheit" und eine Gleichbehandlung aller Energieträger auf Basis ihrer Emissionen stark. Um die Sektorkopplung marktwirtschaftlich attraktiv zu gestalten, seien regulatorische Hemmnisse abzubauen.

Dringend nötig seien Förderprogramme und Förderschwerpunkte für Technologien zur Umsetzung der Sektorkopplung, damit die Implementierung von Elektrolyse, Power-to-Gas oder Power-to-Heat gelinge. "Doppelbesteuerungen" sollten vermieden werden: Soweit rechtlich möglich und wirtschaftlich sinnvoll, sollten Sektorkopplungs-Prozesse von Netzgebühren, Abgaben und Umlagen befreit sein. (apa/red)

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