Energiewirtschaft

Energieversorger wollen Deal von Eon und RWE zu Fall bringen

Regionale Stromversorger in Deutschland wollen den weitgehend abgeschlossenen Energiedeal zwischen den Branchenriesen Eon und RWE noch zu Fall bringen. Sie kündigen eine Nichtigkeitsklage beim beim Gericht der Europäischen Union (EuG) an.

Mehrere regionale Stromversorger in Deutschland wollen den weitgehend abgeschlossenen Energiedeal zwischen den Branchenriesen Eon und RWE noch zu Fall bringen. Die Mainova AG aus Frankfurt kündigte an, gemeinsam mit zehn weiteren Versorgern beim Gericht der Europäischen Union (EuG) eine Nichtigkeitsklage gegen die Freigabe durch die EU-Kommission einzureichen.

"Fragiler Wettbewerb wird noch mehr eingeschränkt"

Mit dem Deal zwischen Eon und RWE werde "der ohnehin fragile Wettbewerb in der Erzeugung erheblich eingeschränkt", heißt es in der Mitteilung. Eon und RWE haben eine weitreichende Neuaufteilung ihrer Geschäftsfelder vereinbart. Dazu haben sie die RWE-Tochter Innogy unter sich aufgeteilt. Eon hat die Energienetze und das Kundengeschäft von Innogy übernommen, RWE die erneuerbaren Energien von Eon. Zudem erhält RWE noch die Ökostromproduktion von Innogy. In Österreich ist RWE maßgeblich an der Kärntner Kelag beteiligt.

Die EU-Kommission hatte das Geschäft im vergangenen September unter Auflagen freigegeben. Dadurch werde der Zusammenschluss in den betroffenen Ländern nicht zu einer geringeren Auswahl und höheren Preisen führen, hatte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärt. (dpa/apa/red)