Energiewirtschaft

Energieverbrauch in Deutschland schon vor Coronakrise gesunken

Schon vor den Produktionseinschränkungen wegen Corona ist der Energieverbrauch in Deutschland um sieben Prozent gesunken. Gründe dafür seien der konjunkturbedingt geringere Verbrauch energieintensiver Industrien, der viel wärmere Winter sowie die ersten Auswirkungen der Pandemie.

Schon vor den großen Produktionseinschränkungen in der Coronakrise ist der Energieverbrauch in Deutschland gesunken. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres lag er nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um 6,8 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Gründe für den Rückgang seien der schon vor Corona konjunkturbedingt geringere Verbrauch der energieintensiven Industrien, die wärmere Witterung im Jänner und Februar sowie erste Auswirkungen der Pandemie, teilten die Energiestatistiker mit.

Mit Ausnahme der Erneuerbaren seien alle Energieträger vom Rückgang betroffen gewesen. Der Verbrauch von Braunkohle verringerte sich um mehr als 30 Prozent, bei der Steinkohle betrug das Minus 22 Prozent. Das sei vor allem eine Folge der deutlich höheren Stromeinspeisung aus Wind- und Solaranlagen. Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zum Gesamtverbrauch im ersten Quartal 2020 um insgesamt 6 Prozent.

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Am gesamten Verbrauch hatten Mineralöl und Erdgas einen Anteil von jeweils etwa 31 Prozent. Die Erneuerbaren steuerten rund 17 Prozent bei. Die Verschiebungen machen sich den Angaben zufolge auch beim CO2-Ausstoß bemerkbar. Hier sei mit einem Minus von knapp 11 Prozent zu rechnen. (dpa/apa/red)

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