Stromwirtschaft

Energieverband: Mehr Erneuerbare in Österreich sind möglich

Beim Umstieg auf Erneuerbare dürfe die Versorgungssicherheit nicht vergessen werden, so Barbara Schmidt vom Branchenverband Oesterreichs Energie. Bis 2030 sei in Österreich ein Anteil von Erneuerbaren von 85 Prozent möglich - die Alpenrepublik liege damit im europäischen Spitzenfeld.

Hier von weit oben aufgenommen der Bau des schweren Fundaments für ein großes Windrad, bestehend aus einem Stahlgeflecht und später Stahlbeton.

Zu Umsicht bei Versprechungen zum völligen Umstieg auf Erneuerbare Energien mahnt der E-Wirtschafts-Verband Oesterreichs Energie. "Klimaschutz ist das oberste Ziel, aber dabei darf die Versorgungssicherheit nicht außer Acht gelassen werden", so Generalsekretärin Barbara Schmidt.

"Nach unseren Berechnungen ist bei diesen Maßgaben ein Anteil erneuerbarer Energiequellen im Stromsystem von 85 Prozent bis 2030 möglich. Wir liegen damit im europäischen Spitzenfeld."

Speichertechnologien rasch ausbauen

Für Oesterreichs Energie habe Klimaschutz oberste Priorität. Der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Erhöhung des Anteils umweltfreundlichen Stroms im Energiesystem seien dafür unumgänglich, wie auch in der Stromstrategie "Empowering Austria" festgelegt, so der Verband weiter. Der Umbau des Energiesystems sei aber das größte Infrastrukturprojekt der letzten Jahrzehnte und müsse mit Maß und Ziel geschehen.

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Erneuerbare Energien seien volatil und richteten sich nicht nach dem aktuellen Verbrauch. Das sei eine große Herausforderung für die Netze. Daher müsse die Speichertechnologie rasch ausgebaut und in leistungsstarke und intelligente Netze investiert werden.

Zur Aufrechterhaltung der hohen Versorgungssicherheit werde Österreich weiterhin nicht auf einen geringen Anteil fossiler Energieträger zum Ausgleich verzichten können. "Umweltfreundlicher Strom ist der Schlüssel für den Umbau des Energiesystems."  (APA/red)

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