Energiepreise

Energiepreise für Endkunden in Österreich sinken und sinken

Die Preise für Haushaltsenergie sind im Juli auf ein 11-Monats-Tief gefallen. Das geht aus dem von der Österreichischen Energieagentur berechneten Energiepreisindex EPI hervor.

Die Preise für Haushaltsenergie sind im Juli auf ein 11-Monats-Tief gefallen. Im Vergleich zu Juli 2016 war Haushaltsenergie um 0,6 Prozent billiger, geht aus dem von der Österreichischen Energieagentur berechneten Energiepreisindex (EPI) hervor. Gesunken sind vor allem die Strom- und Gaspreise. Teurer waren Sprit, Heizöl, Fernwärme sowie Holzpellets und Brennholz.

Auf die Inflationsrate wirkten die niedrigeren Energiepreise preisdämpfend: Der Verbraucherpreisanstieg lag im Juli bei 2,0 Prozent und hätte ohne Energie 2,2 Prozent betragen, so die Energieagentur.

Im Vergleich zum Juni 2017 sanken die Haushaltsenergiepreise um 0,7 Prozent. Damit war im Juli der Preisrückgang im Monatsabstand etwas schwächer als im Juni (minus 1 Prozent). In den ersten sieben Monaten ist der Energiepreisindex im Durchschnitt um 0,5 Prozent pro Monat zurückgegangen. "Haupttreiber waren die sinkenden Treibstoffpreise, die im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 0,8 Prozent pro Monat und damit stärker als der EPI gefallen sind", so Energieagentur-Preisanalyst Adrian Zelalic laut Pressemitteilung.

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Im Monatsvergleich sind die Treibstoffpreise um 1,4 Prozent und damit auf ein 10-Monats-Tief gesunken. "Damit war das Tanken für Sommerurlauber in der Haupturlaubszeit günstiger als in den Monaten davor", so Zelalic. Diesel war im Juli um 1,5 Prozent billiger als im Juni, Superbenzin um 1,2 Prozent. Laut Berechnungen der Energieagentur kostete eine 50-Liter-Diesel-Tankfüllung im Juli fast 4 Euro weniger als zu Jahresbeginn.

Im Vergleich zum Vorjahr war Sprit im Juli allerdings um 0,8 Prozent teurer. Superbenzin kostete um 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, Diesel um 0,5 Prozent. Gestiegen ist in den vergangenen Monaten der Preisunterschied zwischen Benzin und Diesel: Im März war Diesel um 6 Cent billiger als Benzin, im Juli bereits um 8,7 Cent je Liter. So eine große Differenz gab es laut Energieagentur zuletzt Mitte 2016.

Heizöl war um 3 Prozent teurer als im Juli 2016. Wer seinen Heizöltank für die kommende Heizsaison befüllte, zahlte somit für eine 3.000 Liter Tankfüllung um 70 Euro mehr als vor einem Jahr. Der Heizölpreis lag aber auf dem tiefsten Stand seit September 2016 und ist im Monatsvergleich Juli 2017 im Vergleich zu Juni 2017 leicht um 0,4 Prozent gesunken.

Strom war um 5,3 Prozent billiger als vor einem Jahr, Gas um 1,4 Prozent. Fernwärme verteuerte sich um 3,4 Prozent.

Gestiegen sind auch die Preise für feste Brennstoffe (+1,3 Prozent). Dabei verteuerten sich Holzpellets um 2,7 Prozent, Brennholz um 1,5 Prozent und Holzbriketts um 1,4 Prozent.

Im Monatsvergleich verteuerte sich Fernwärme (+0,2 Prozent) leicht. Strom und Gas blieben den fünften Monat in Folge unverändert. Gesunken sind die Preise für feste Brennstoffe insgesamt (minus 0,6 Prozent), Brennholz (minus 0,8 Prozent) und Holzpellets (minus 0,4 Prozent). (apa/red)

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