Biomasse

Energie Burgenland nimmt Fernheizwerk in Oberwart offiziell in Betrieb

Während in Österreich um Steuergelder für unrentable Biomasseanlagen diskutiert wird, nimmt Energie Burgenland eine neue Anlage in Betrieb. Der mit Holz geheizte Kessel erbringt eine Leistung von bis zu 5 Megawatt. Der Versorger hat nach eigenen Angaben knapp fünf Millionen Euro investiert.

Die Energie Burgenland hat ihr neues Fernheizwerk in Oberwart offiziell in Betrieb genommen. In die Anlage, deren Biomassekessel eine Leistung von bis zu 5 Megawatt erbringt, wurden nach Unternehmensangaben 4,6 Mio. Euro investiert. Mit dem Bau des Werkes war im Mai des Vorjahres begonnen worden, seit November lief ein Probebetrieb.

Hackgut aus 50 Kilometern Umkreis als Brennstoff

Als Brennstoff für die Anlage wird regionales Waldhackgut aus einem Umkreis von 50 Kilometern eingesetzt, das den Bedarf von 3.500 Tonnen absolut trockenen Holzes abdecke. Weiters werden Innovationen wie eine power2heat-Anlage mit einer Leistung von 350 kW im Zusammenhang mit dem Projekt Smart City Oberwart umgesetzt.

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Eckdaten zur Anlage im Burgenland

Ab sofort können das Krankenhaus, sämtliche Gemeindeobjekte, das Einkaufszentrum Oberwart sowie die Zentralmusikschule und Gebäude der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft mit erneuerbarer Wärme versorgt werden, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der Energie Burgenland, Michael Gerbavsits. "Das neue Heizwerk der Energie Burgenland leistet einen maßgeblichen Beitrag zur angestrebten Energieautarkie des Burgenlandes bis 2050", stellte Landesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ) fest.

Überschüssiger Strom wird in Wärme umgewandelt. Ein Wärmespeicher mit einem Fassungsvolumen von 214 Kubikmetern ist laut Aussendung der größte Pufferspeicher der Energie Burgenland. Prozesse wie die Holzbestellung und die Holzübernahme werden über eine App ermöglicht, so Vorstandsdirektor Alois Ecker. (apa/red)

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