Energieversorger

Energie AG: Opposition gegen Einstieg einer australischen Finanzfirma

Die Freiheitlichen und die Grünen lehnen einen Verkauf von Teilen des Versorgers Energie AG an eine australische Finanzfirma ab. Landesobmann Haimbuchner fordert statt dessen einen Zusammenschluss unter oberösterreichschen Energieversorgern.

Nach den Grünen lehnen auch die Freiheitlichen einen möglichen Verkauf von Anteilen an der Energie AG Oberösterreich an eine australische Investmentfirma ab. Ihr Landesobmann LHStv. Manfred Haimbuchner forderte im Pressedienst der Partei darüber hinaus langfristig einen Zusammenschluss von Energie AG und dem städtischen Versorger Linz AG.

Die australische Investmentfirma Macquarie soll Interesse an einem Einstieg bei der Energie AG und deshalb ein Auge auf einen 10-Prozent-Anteil geworfen haben, den die städtische Linz AG verkaufen will. Das Land Oberösterreich hätte ein Vorkaufsrecht, scheint aber nicht wirklich interessiert zu sein. Ein im Frühling unterbreitetes Verkaufsangebot der Linz AG mit kolportierten 200 Mio. Euro wurde ausgeschlagen: Finanzfirma offenbar am Einstieg bei der Energie AG interessiert >>

Haimbuchner tritt dafür ein, die Eigentümerstruktur möglichst in der heimischen Hand zu behalten. Das Land Oberösterreich als Eigentümervertreter sollte sich entsprechend einbringen. "Ich werde daher mit Landeshauptmann Stelzer (Thomas, ÖVP, Anm.) ehestmöglich das Gespräch suchen, wie wir die beste Lösung für das Unternehmen und somit die Kunden der Energie AG erreichen können", kündigte er an.

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Langfristig müsse ein Zusammenschluss der beiden großen oberösterreichischen Energieversorger, Energie AG und Linz AG, angestrebt werden. "Nur so bleiben wir auch in Zukunft wettbewerbsfähig", erklärte Haimbuchner. (apa/red)