Elon Musk: Laser sind bei Roboterautos eine Schnapsidee

Der französische Autozulieferer Valeo baut Fahrassistenten, die auf Lasern basieren - und hat aktuell Aufträge von einer halben Milliarde Euro in den Büchern stehen. Elon Musk hält den Einsatz dieser Technik dagegen für eine "Schnapsidee". Er setzt bei Tesla auf Radare, um Geschwindigkeit und Abstand zu messen. Wer hat recht?

Der französische Autozulieferer Valeo hat sich im Bereich laser-basierte Fahrassistenz-Technologie Aufträge über insgesamt 500 Mio. Euro gesichert, wie der für den Bereich zuständige Valeo-Manager Marc Vrecko in einem veröffentlichten Reuters-Interview sagte.

Valeo: Millionenaufträge für Fahrassistenztechnologie

"Diese Bestellungen über 500 Mio. Euro von führenden globalen Autokonzernen werden wahrscheinlich wiederkehrende Einnahmen zwischen einer und 1,5 Milliarden Euro bedeuten", erklärte Vrecko. "Es ist ein Geschäft, in dem der Lebenszyklus bis 2024 oder 2025 reichen kann."

Die hauseigene Technologie "Lidar" ist eine laser-basierte Technologie zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung, die als Voraussetzung für autonomes Fahren gilt.

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Elon Musk: "Das ist eine Schnapsidee"

Tesla-Chef Elon Musk setzt dagegen auf Radar und Kameras und kritisierte Lidar zuletzt als "Schnapsidee." Valeo-Manager Vrecko sagte dazu, er rechne damit, dass Musk seine Meinung ändern werde. "Ich respektiere Elon Musk, aber ich muss sagen, dass er in diesem Punkt gegen die vorherrschende Meinung ist."

Valeo: Elon Musk wird seine Meinung schon ändern

Valeo hat stark in neue Technologien investiert, die Autobauern helfen, die immer strengeren Emissionsvorschriften zu erfüllen. Zuletzt sorgten allerdings der schwächelnde Automarkt sowie internationale Zoll- und Handelsstreitigkeiten für Gegenwind.

Paris schützt den Hersteller vor aggressiven Heuschrecken

Um den Autoteile-Hersteller vor aktivistischen Investoren besser schützen zu können, hatte Frankreich zuletzt über die Staatsbank Bpifrance seinen Anteil an Valeo aufgestockt. Der Anteil Frankreichs liegt inzwischen bei insgesamt 7,34 Prozent und damit über dem des aktivistischen US-Investors Harris Associates, der 6,37 Prozent hält. (reuters/apa/red)

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