Deutschland

Elektroautos: Viele neue Ladestationen in sechs Monaten

In Deutschland ist seit Juli die Zahl der Ladestationen für Elektroautos spürbar angestiegen. Trotzdem will die Stromwirtschaft, dass Autobauer in diesem Bereich schneller arbeiten.

In Deutschland steigt die Zahl der Ladestationen für Elektroautos. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Zahlen des Bundesverbands der Energie-und Wasserwirtschaft (BDEW) berichtete, gab es zuletzt bundesweit mehr als 16.100 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte. Ende Juli lag die Statistik des Verbands demnach noch bei 13.500 Ladepunkten.

Erfasst werden Energieunternehmen, Parkhaus- und Parkplatzbetreiber, Supermärkte und Hotels, nicht jedoch private Lademöglichkeiten.

Statistisch zehn Fahrzeuge je Ladestation

Rein rechnerisch kommen bei den derzeit gemeldeten 160.000 Elektro- und Hybridautos in Deutschland etwa zehn Fahrzeuge auf jede Station. Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE), ein unabhängiges Expertengremium der Bundesregierung, hatte zuletzt 12,5 Autos je Station empfohlen.

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"Die Energieunternehmen drücken beim Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter aufs Tempo", sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, der Zeitung. "Und das, obwohl bisher kaum E-Autos auf den Straßen rollen, sich der Betrieb der Ladesäulen bisher also kaum rentiert."

Die Verbreitung von E-Autos müsse schneller vorangehen, forderte er, sonst würden die Klimaschutzziele 2030 deutlich verfehlt. "Es fehlen nach wie vor Modelle, die in Preis und Leistung mit Verbrennern konkurrieren können", sagte Kapferer. (afp/apa/red)

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