Chemische Industrie

Einkaufspreise für Ethylen verglichen: Strafe in der Chemieindustrie

Die Wettbewerbshüter der EU haben gegen die Unternehmen Orbia, Clariant und Celanese eine Kartellstrafe in Höhe von insgesamt 260 Millionen Euro verhängt.

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Die Wettbewerbshüter der EU haben gegen die Unternehmen Orbia, Clariant und Celanese eine Kartellstrafe in Höhe von insgesamt 260 Millionen Euro verhängt. Die Unternehmen hätten illegalerweise Informationen zu Einkaufspreisen für Ethylen ausgetauscht, teilte die zuständige EU-Vizekommissionspräsidentin Margrethe Vestager  mit.

Ziel sei es gewesen, die Preise für die unter anderem zur PVC-Herstellung verwendete Chemikalie zum Nachteil der Händler zu manipulieren. Betroffen sei Märkte in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden gewesen.

Neben den Unternehmen Orbia (Mexiko), Clariant (Schweiz) und Celanese (USA) war nach Angaben der EU-Kommission auch der US-Konzern Westlake an dem Kartell beteiligt. Er geht allerdings straffrei aus, weil er die Absprachen an die Wettbewerbshüter meldete. Den größten Teil der Strafe, rund 156 Millionen Euro, soll Clariant zahlen, Celanese ist mit 82 Millionen Euro dabei und Orbia mit 22 Millionen Euro. (dpa/apa/red)