Bauindustrie

Ein Streit unter Landsleuten: Die Strabag, die Porr und der Brenner

Die Nummer eins der österreichischen Baubranche will gegen die Nummer zwei vorgehen. Auslöser des Streits ist ein Milliardenauftrag an die Porr - das größte Baulos beim neuen Brenner Basistunnel.

Der Baukonzern Strabag will mit einem Feststellungsantrag die Vergabe des bisher größten Bauloses beim Brennerbasistunnel (BBT) an ein Porr-Konsortium zu Fall bringen, wie BBT-SE-Vorstand Konrad Bergmeister der "Tiroler Tageszeitung" bestätigte. Damit es zu keiner Verzögerung komme, habe das Bundesverwaltungsgericht die mündliche Verhandlung bereits für den 4. Mai anberaumt.

Bergmeister zeigte sich gegenüber der "TT" optimistisch, dass alles glattgehen werde. Im schlimmsten Fall könnte das Gericht den Vergabevertrag aufheben. Oder aber auch die BBT SE zu einer Schadenersatzzahlung verpflichten.

Eckdaten zum Baulos

Der Zuschlag für das Baulos "Pfons-Brenner", das größte auf österreichischem Gebiet, war am 23. März an die Arbeitsgemeinschaft bestehend aus der Porr Bau GmbH, G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft m.b.H., Società Italiana per Condotte d'Acqua S.p.A. und Itinera S.p.A. erfolgt. Das Auftragsvolumen umfasst rund 966 Mio. Euro und die Errichtung von 50 Kilometer Tunnelröhren.

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Industriemagazin.at berichtete hier:
Porr baut am größten Tunnelprojekt Österreichs >>
Brenner Basis Tunnel: Porr gewinnt milliardenschweres Baulos >>

Die Bauzeit soll rund sechs Jahre betragen. Der Zuschlagserteilung waren bereits mehrere Einsprüche beim Bundesverwaltungsgericht vorausgegangen. (apa/red)

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