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Ein See als Draufgabe

Nirgendwo im Bundesländervergleich steigen die unternehmerischen F&E-Aktivitäten stärker als in Kärnten. Das liegt vor allem an den zahlreichen Kooperationen zwischen Technologieparks, Clustern, Ausbildungsstätten und Unternehmen im Land. von Arno Miller

Das südlichste Bundesland Österreichs bündelt bestes Know-how, hochwertige Technologien und einen attraktiven Branchenmix, und das alles eingebettet in ein innovatives Umfeld. Investoren profitieren nicht nur von der zentralen Lage, sondern auch von einer attraktiven Förderkulisse.

Das Standortmarketing Kärnten vermarktet den Wirtschafts-, Forschungs- und Technologiestandort Kärnten und verantwortet die Positionierung und den einheitlichen Auftritt des Bundeslandes nach außen. Die Website carinthia.com bietet Orientierungshilfe zur Vernetzung mit Stakeholdern und viele Informationen rund um Standortfragen (siehe auch Kasten).

Was besonders auffällt: Kärnten verzeichnet eine kraftvolle Entwicklung bei Technologie, Innovation und Forschung. So stieg die Forschungsquote seit 2009 deutlich an, 2015 schaffte es Kärnten erstmals unter die Top 15 Forschungsregionen Europas, und aktuell liegt die F&E-Quoten bei 3,21 Prozent. Das ist Position 4 im Bundesländervergleich und über dem Bundesdurchschnitt.

standortmarketing, kärnten © Puch Johannes

Guter Nährboden.

Forscher, Entwickler und „Tüftler“ finden hier einen besonderen Nährboden vor. Maßgeblich für die Technologiekompetenz Kärntens sind einerseits international agierende Leitbetriebe wie Infineon Technologies Austria, Lam Research, KapschTrafficCom oder Flex. Gemeinsam mit vielen forschungsintensiven klein- und mittelständischen Unternehmen in der Region bestimmen sie die zukünftigen Entwicklungen unter anderem in den Bereichen Elektronik und Mikro-Elektronik, Mechatronik und Medizintechnik mit. Andererseits: So wie diese Unternehmen in den vergangenen Jahren dank ihrer Innovationen gewachsen sind, hat sich parallel dazu auch die institutionelle Forschungslandschaft enorm entwickelt. Und beides hängt sehr oft unmittelbar zusammen, da Kooperationen groß geschrieben werden.

Es nimmt denn auch nicht Wunder, dass die F&E-Ausgaben Kärntens insgesamt und die des Unternehmenssektors mit 19,7 Prozent zuletzt ein annähernd doppelt so hohes Plus verzeichneten als über ganz Österreich gesehen.

standortmarketing, kärnten © Puch Johannes

Die enge Verzahnung sowohl der öffentlichen Einrichtungen untereinander wie auch mit der Wirtschaft lässt sich an vielen erfolgreichen Beispielen darstellen. Nehmen wir etwa CiSMAT, das – ausgeschrieben – Carinthia Institute for Smart Materials der FH Kärnten. es wird maßgeblich unterstützt vom Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF). Auf der Liste der industriellen Forschungspartner finden sich unter anderem die Treibacher Industrie AG, das TDK-Werk in Deutschlandsberg oder auch der Liebherr-Konzern. Das Forschungszentrum am Campus Villach wurde Ende 2019 eröffnet und konzentriert sich in drei Forschungsgruppen „auf die Bereiche Smart Materials und Hochleistungsverbundwerkstoffe, agile Fertigung, additive Fertigung und integrierte Sensorik“, so Zentrumsleiter Pascal Nicolay. Im kommenden März startet am CiSMAT übrigens ein Lehrgang „Smart Materials für die grüne Ökonomie“, der Praktiker auf die grüne Wende vorbereiten soll.

© MS Photography by Michael Stabentheiner

Robotik-Hotspot.

Keine Wende, sondern seit drei Jahrhunderten Kern in der Industrie ist die Automatisierung. Auf diesem langen Zeitstrahl relativ neu ist jedoch die Robotik. Joanneum Research unterhält in Kärnten ein eigenes Zentrum zu diesem Thema. Bei Robotics – Institut für Robotik und Mechatronik wird auf höchstem Niveau geforscht, was sich unter anderem dadurch ausdrückt: Es ist die erste und einzige akkreditierte Prüfstelle in Europa zur validen Messung der potenziellen Krafteinwirkung in der Mensch-Roboter-Kollaboration, sagt Leiter Michael Hofbaur. Vermehrt operieren vielseitig einsetzbare Roboter als digitale Powertools mit und neben dem Fertigungspersonal in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung. Die Überprüfung der Robotersicherheit erfordert daher eine fundierte Risikobeurteilung. Die anwendungsorientierte Forschung für diese Technologien an der Schnittstelle zwischen digitaler und realer Welt führte bei Robotics auch zur Entwicklung eines sogenannten mobilen sensitiven Manipulators: „Chimera“, wie er getauft wurde, versetzte im Juli auch die Mitglieder des Forschungs- und Wissenschaftsrats in Erstaunen. „Chimera“ kann Personen ausweichen, zwischen Hindernissen navigieren und erfüllt somit Aufgaben in der Intralogistik, bei denen von Robotersystemen eine höhere Intelligenz gefordert wird.

Standort des Robotics-Instituts ist der Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt am Wörthersee. Schauen wir uns dort weiter um, dann sticht Europas größte Drohnenhalle ins Auge. Bevor sich (vermutlich männliche) Hobby-Drohnenpiloten in Fantasien ergehen: Der 150 m2 große und zehn Meter hohe Raum dient der Wissenschaft und gehört der Universität Klagenfurt. Sie spielt bei der Drohnenforschung an der Weltspitze mit. Drohnen übernehmen in immer mehr Wirtschaftsbereichen eine zunehmende Rolle in der Analyse und Prozesssteuerung. Ein rund 30-köpfiges Team der Forschungsgruppe „Control of Networked Systems“ beschäftigt sich vorrangig „mit der Intelligenz autonomer Systeme von morgen“, erklärt Leiter Leiter Stephan Weiss. Es geht um die Frage, wie die Steuerung solcher unbemannter Fluggeräte (UAVs) optimiert werden kann und sie sich selbst zurechtfinden können – und das gerade auch indoor, wo der üblichen GPS-Verbindung Grenzen gesetzt sind. Dazu überwachen 37 Kamerasensoren die Experimente und Testflüge millimetergenau in der Klagenfurter Drohnenhalle, die durch eine Schleuse zur angrenzenden Forschungsinfrastruktur des erwähnten Robotics-Institut geöffnet werden kann.

© MS Photography by Michael Stabentheiner

Vielfalt bei Kooperationen.

Mit Stolz verweist das Standortmarketing auf den hohen Stellenwert der Kooperationen in Kärnten. So hängt auch hier, einen Steinwurf vom Wörthersee entfernt, vieles miteinander zusammen. Einer der Dreh- und Angelpunkte ist der Forschungs- und Technologieverbund Lakeside Labs unter dem Dach der Uni und der BABEG (siehe Kasten). Projekte finden immer in Abstimmung zwischen akademischen und Industriepartnern statt. Als wissenschaftlicher Leiter bringt Christian Bettstetter 20 Jahre Forschungserfahrung in beiden Bereichen mit. Er ist zugleich Leiter des Instituts für Vernetzte und Eingebettete Systeme (NES), einem von vier Instituten der Lakeside Labs. Das NES wurde 2008 gegründet, bereits 2012 machte sich mit IntelliRoad das erste Start-up selbstständig. So schnell kann es gehen, wenn die richtigen Leute und Ideen zueinanderfinden. 

© MS Photography by Michael Stabentheiner

Das noch junge, erst 2019 angesiedelte Innovationszentrum für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz der österreichischen Fraunhofer-Gesellschaft klingt aufs Erste etwas nach Elfenbeinturm. Weit gefehlt. Schon das Kürzel KI4LIFE signalisiert die beabsichtigte Anwendungsorientierung. Ein aktuelles KI4LIFE-Referenzprojekt mit der Kärntner Unternehmensgruppe Fleischmann & Petschnig (Dachdeckung, Fotovoltaik u.a.) unterstreicht die Praxisnähe griffig. Es geht dabei darum abzuklären, ob ein Hausdach saniert werden muss oder nicht. Das kann in Zukunft extrem viele voreilige Abrisse von Dächern und damit auch Unmengen an Bauabfällen und Sondermüll verhindern. Die beiden Partner kombinieren moderne Sensorik mit Methoden der Künstlichen Intelligenz zu einem innovativen Diagnose-Tool. Dieses bewertet den Zustand eines Daches automatisch und warnt rechtzeitig vor möglichen Schäden. Das „digitale Dach“ bringt mehr Sicherheit für Hausbesitzer und eine höhere Lebensdauer.

Eva Eggeling, Leiterin des KI4LIFE, zeigt noch einen weiteren Aspekt auf: „Für uns ist nicht nur die Thematik an sich sehr interessant, sondern das Projekt beweist für mich auch, dass Methoden der Künstlichen Intelligenz für mittelständische Unternehmen höchst relevant sein können. Es ist ein Irrglaube, wenn man denkt, dass nur große Konzerne davon profitieren können. Wir bei KI4LIFE wollen KMU aktiv dabei unterstützen, diese Methoden anzuwenden.“

Carinthian Welcome Center

Die Domain carinthia.com ist ein wirklich gut gemachter und nützlicher Informationsknoten zu fast allen Belangen, die Leben und Arbeiten in Kärnten betreffen. Dahinter steht das Standortmarketing Kärnten. Die Plattform gibt sich betont offen. Das drückt sich bereits im Wording aus: „Carinthian Welcome Center“ ist jener Teil, der als erste Anlaufstelle bei Fragen rund um das Thema „Ankommen in Kärnten“ sowohl praktische wie auch emotionale Antworten parat hat.

´Das Welcome Center richtet sich nicht nur an Neuankömmlinge. Dezidiert angesprochen werden auch Rückkehrer. „Schnelles Ankommen in der (neuen) Heimat“. Das ist die Zielvorgabe an die kostenlose Einrichtung. Sie unterstützt nicht nur bei administrativen Abläufen, sie vermittelt auch direkt die zuständigen Kontakte, was zum Beispiel auch Kärntner Unternehmen sein können.

Carinthian International Center – CIC

Dahinter steht ein Netzwerk für internationale Mitarbeiter und Partnern in Industrie und Wissenschaft in Kärnten. Das CIC ist als Verein organisiert, dem sowohl natürliche Personen wie auch Firmen beitreten können. Bei Personen ist nicht allein an Expatriates gedacht, denen der CIC aktiv hilft, Start und Einleben in Kärnten zu erleichtern. Angesprochen sind auch Einheimische: „Als Österreicher lernen Sie Mitmenschen (nicht nur aus anderen Ländern) kennen und können die Vorteile und das Netzwerk des CIC nutzen“ oder „frischen Sie Ihre Sprachkenntnisse auf“.

Als Verein lebt das CIC von Mitgliedschaft. Die Liste der Aktivitäten ist lang und beeindruckend: vom monatlichen „coffee morning“ über regelmäßigen abendlichen Austausch in Villach und Klagenfurt und Ausflüge bis hin zum Clubbing.

https://www.cic-network.at/

BABEG

Der Auftrag der Kärntner Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H. BABEG lautet Neugier auf Kärnten zu wecken. Ihr größtes Kapital ist das Wissen, das Tag für Tag in Kärntner Bildungseinrichtungen, Forschungslabors, Science- & Technologieparks entwickelt wird. Die BABEG hat die Aufgabe, die Ansiedlung von neuen internationalen Betrieben zu unterstützen und strategisch zu begleiten. Sie beteiligt sich an außeruniversitären Institutionen, um technische Forschung und Innovationen im Süden Österreichs zu stärken. Die BABEG informiert und vernetzt, grenzüberschreitend.

https://www.babeg.at

(Entgeltliche Einschaltung)