Personalia

Ehemaliger OMV-Chef Roiss wird Chefkontrolleur beim Verbund

Gerhard Roiss wird Präsident des Aufsichtsrats beim Stromkonzern Verbund. Roiss war bis Mitte 2015 Chef des heimischen Mineralölkonzerns OMV. Beim Verbund hat Gilbert Frizberg seinen Abgang als Chef des Aufsichtrats inzwischen bestätigt.

Der Mitte 2015 vorzeitig abgelöste ehemalige OMV-Chef Gerhard Roiss wird Aufsichtsratspräsident beim teilstaatlichen Stromkonzern Verbund. Das hat Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) als Eigentümervertreter der "Presse" bestätigt. Roiss soll demnach dem langjährigen Aufsichtsratspräsidenten Gilbert Frizberg nachfolgen, der das Kontrollgremium nach 17 Jahren verlässt.

Bei der Verbund-Hauptversammlung am 5. April wird Gerhard Roiss als Kandidat für den Aufsichtsrat vorgeschlagen werden. Seine Bestellung sei nur mehr Formsache, berichtet "Die Presse" - die Republik Österreich hält 51 Prozent am börsennotierten Stromkonzern.

Laut Mitterlehner soll Roiss, der über "wertvolle Erfahrungen im Energiebereich" verfüge, das Management dabei unterstützen, "den Konzern zukunftsgerichtet neu aufzustellen". Es gebe sehr konkrete Überlegungen, die Zahl der Verbund-Vorstände von derzeit vier auf zwei Personen zu reduzieren. Die Verträge aller Vorstände laufen Ende 2018 aus.

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In früheren Medienberichten waren als mögliche Kandidaten für den Vorsitz im Verbund-Aufsichtsrat auch der Tankstellenbetreiber und Wirtschaftskammer-Vizepräsident Jürgen Roth und der scheidende Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich, Leo Windtner, genannt worden.

Verbund-Aufsichtsratschef Frizberg bestätigt Rückzug

Verbund-Aufsichtsratschef Gilbert Frizberg zieht sich mit der Hauptversammlung am 5. April aus dem Gremium zurück. "Nach zehn Jahren im Aufsichtsratsvorsitz erscheint es richtig, Platz für eine Neuaufstellung des Aufsichtsrates zu machen", bestätigte Frizberg (62) den Rückzug am Freitagabend.

Seine Nachfolge soll laut "Presse"-Informationen der ehemalige OMV-Chef Gerhard Roiss antreten.

Im Geschäftsjahr 2016 sei es dem Vorstand gelungen, die letzten schwierigen Kapitel im Verbund erfolgreich abzuschließen und ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen, zeigte sich Frizberg zufrieden. Der teilstaatliche Energieversorger könne sich nun auf das Kerngeschäft Wasserkraft und neue Geschäftsmodelle inklusive neuer Produkte und Dienstleistungen konzentrieren.

Der noch amtierende Aufsichtsratschef und ehemalige ÖVP-Nationalratsabgeordnete dankte in einer Aussendung am Freitagabend dem Eigentümer für "das langjährige Vertrauen und die gute Zusammenarbeit". (APA/red)

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